Anlegermonitor September 2019: Am Scheideweg

Auch im September 2019 hat die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner nach den Empfindungen und Einschätzungen ihrer Mandanten befragt. Welche Themen beschäftigten die Mandantenbasis besonders und wie wurde das Umfeld zur Vermögensanlage im September diesen Jahres beurteilt?

Einschätzungen und Stimmungen

Auch diesmal konnten unsere Senior Partner die aktuelle Stimmung der Mandanten in Form einer Skala angeben. Die Werte von 1 bis 10 standen dabei aufsteigend für die Zuversicht der Mandanten in Bezug auf das aktuelle Umfeld zur Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Im September 2019 stieg die Zuversicht der Mandantenbasis deutlich an. Der Wert 5 wurde seltener genannt (23 Prozent im September im Vergleich zu 37,5 Prozent im August). Gleichzeitig waren die Werte 7 (38,4 Prozent) und 8 (7,7 Prozent) deutlich häufiger vertreten als noch im Vormonat. Entsprechend seltener gaben unsere Senior Partner die eher pessimistischen Werte 3 und 4 an (zusammen 30,8 Prozent).

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 5,54 abgegeben: Die Zuversicht stieg also im Vergleich zum August um 0,6 Punkte.

Politik und Wirtschaft

Die meistdiskutierten Themen der letzten Monate – der Handelsstreit zwischen den USA und China und die Brexit-Verhandlungen – waren auch im September von größtem Interesse für unsere Mandanten. Während das Ende des Handelskonfliktes weiterhin nicht absehbar ist, wird der Brexit voraussichtlich im Oktober 2019 vollzogen. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson machte Anfang Oktober deutlich, dass er keinen weiteren Aufschub wünscht: Das Vereinigte Königreich wird die EU am 31. Oktober verlassen, egal ob mit oder ohne Abkommen.

Auch das angestrebte Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump beschäftige die Anleger im September. Sie fragten sich, wie wahrscheinlich und realistisch der Erfolg eines solchen Impeachment-Verfahrens ist. Auch sorgten sie sich um die Folgen für die Kapitalmärkte und scheuen daher tendenziell davor zurück, frisches Kapital anzulegen.

Auch das kürzlich verabschiedete Klimapaket der GroKo wurde diskutiert – sowohl was die ökologischen, als auch was die wirtschaftlichen Folgen betrifft. Den Klimaprotesten der Fridays-For-Future-Bewegung standen unsere Mandanten dabei eher verhalten gegenüber.

Schließlich beschäftigten die Mandanten auch die Unkenrufe einer drohenden weltweiten Rezession. Unsere Anleger sahen dem aber recht gelassen entgegen: Bei einer Wirtschaftsflaute in Deutschland erwarten sie keine gravierenden Folgen. Demgegenüber hofften sie auf eine ertragreiche Jahresendrallye.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Handelsstreit und Impeachmentverfahren
  • Brexit
  • Klimapaket der GroKo
  • drohende Rezession
  • Jahresendrallye

Persönliche Geldanlage

Im Bereich der privaten Geldanlage zeigten sich die Mandanten erneut aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes besorgt. Ihre Furcht vor Negativzinsen stieg erneut, gleichzeitig beklagten sie das Fehlen von Anlagealternativen zur Aktie.

Auch zeigte sich erneut, dass die Anleger vor allem auf Sicherheit bedacht sind – gleichzeitig aber mehr Rendite wünschen. Dass dieser Wunsch nicht zu erfüllen ist, scheint nach wie vor nicht allen Mandanten klar zu sein.

Besorgt zeigten sich unsere Mandanten auch in Bezug auf die neuen Steuerpläne der SPD. So soll es neben einer CO2-Steuer und einer reformierten Grundsteuer zukünftig auch eine Vermögenssteuer geben. Ein bis zwei Prozent der größten Vermögen in Deutschland wären von dieser neuen Regelung betroffen. Das Eckpunkte-Papier der SPD sieht eine Besteuerung von 1 bis 1,5 Prozent dieser Vermögen per anno vor. Gelten soll die Vermögenssteuer für Barvermögen, Immobilien- und Grundbesitz sowie Unternehmensanteile.

  • Furcht vor Negativzinsen
  • Rendite vs. Risiko
  • Steuerpläne der SPD

Unsere Mandanten gewannen im September an Zuversicht, dennoch zeigten sie sich von den weltweiten Kon­flikt­herden verunsichert: Handelskrieg und Brexit, Klimaproteste und Negativzinsen machten ihnen das Leben schwer. Gewinnbringend erschien ihnen lediglich die kommende Jahresendrallye.

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