Anlegermonitor Juni 2019: Kleine Schritte

Einmal im Monat bittet die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner, an einer internen Umfrage teilzunehmen: Ziel ist es, die Stimmung der Mandanten im momentanen Vermögensanlage-Umfeld zu ergründen.

Einschätzungen und Stimmungen

Wo sehen unsere Mandanten die größten Möglichkeiten und Risiken ihrer Vermögensentwicklung? Und welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?

Wie üblich hatten unsere Berater die Möglichkeit, die aktuelle Stimmung ihrer Mandanten auf einer Skala anzugeben. Die Werte reichten von 1 bis 10: Je höher der Wert, desto besser die momentane Mandantenstimmung in Bezug auf die Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

In diesem Monat wurde am häufigsten der Wert 6 genannt: Zwei Fünftel der Senior Partner (40 Prozent) nannte diese Zahl. Im Vergleich zum Vormonat waren auch die Werte 7 (5 Prozent) und 8 (15 Prozent) präsenter. Im Juni hellte sich die Stimmung der Mandanten also spürbar auf. Dies zeigte sich auch an den neutralen bzw. eher negativen Werten 5 und 3, die im Mai noch deutlich häufiger genannt wurden. Allein der Wert 4 (25 Prozent) war im Vergleich zum Mai stärker vertreten.

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 5,60 gegeben: Die Stimmung der Mandanten stieg im Juni damit um 0,75 Prozent.

Politisches Geschehen

Die andauernde Strafzoll-Politik der USA hielt unsere Mandanten auch im Juni in Atem. Hierzu zählte nicht nur der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China – auch gegenüber der EU hatte US-Präsident Trump gedroht, die bestehende Schwarze Liste zu erweitern. Zudem beunruhigte der schwelende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Anleger.

Generell interessierten sich die Mandanten im Juni für die Vorgänge in der Europäischen Union. Hierzu zählte etwa die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB und die Nachfolge von Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank. Auch die anstehende Postenvergabe im Europäischen Parlament wurde diskutiert, zusammen mit der allgemeinen Zukunft Europas.

Weitere, bereits bekannte Krisenfaktoren blieben im letzten Monat ebenfalls von Belang. Hierzu zählte etwa der Brexit, d.h. dessen Einfluss auf die Kapitalmärkte und die Ernennung des neuen Premierministers in Großbritannien. Aber auch Italiens anhaltendes Schuldenproblem und die hitzig diskutierten Fragen rund um den Klimawandel beschäftigen die Anleger im Juni.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Handelskriege und Iran-Konflikt
  • Zinspolitik der EZB
  • Postenvergabe in der EU
  • Brexit
  • Schuldenkrise Italiens
  • Klimawandel

Wirtschaft und Geldanlage

Konjunkturelle Entwicklungen und die eigene Geldanlage waren im Juni ebenfalls von großem Interesse für unsere Mandanten. Aufgrund des vergleichsweise schwachen Konjunkturwachstums in Deutschland stellten sie sich die Frage nach einer möglichen Rezession im zweiten Halbjahr 2019. Welche Folgen würde ein deutlicher wirtschaftlicher Abschwung für die Aktienmärkte haben? Und wie könnte man sich auf einen solchen Fall vorbereiten?

Generell fürchteten die Anleger eine Korrektur der Märkte im Sommer: Ist eine Biasse in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten oder bleiben die Kurse stabil? Die Angst vor einem Kapitalverlust treibt viele Mandanten nach wie vor um.

Anlageüberlegungen verschiedenster Art waren für die Mandanten daher auch im Juni ein wichtiges Thema. Diesmal beschäftigten sie sich mit dem starken Anstieg des Goldpreises, mit Anlagealternativen bei Niedrigzinsen sowie mit der Entwicklung von Unternehmensgewinnen im zweiten Halbjahr. Auch die öffentliche Debatte um staatliche Enteignungen – etwa bei Immobilien – verfolgten die Anleger sehr interessiert.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Konjunkturentwicklungen
  • mögliche Marktkorrektur im Sommer
  • Anlageüberlegungen
  • Debatte um Enteignungen

Im Vergleich zum Mai 2019 zeigten sich unsere Mandanten im Juni optimistischer gestimmt. Weiterhin beschäftigten sie Themen wie die US-Handelskonflikte, der Brexit und die Zinsentwicklung in der EU. Hinzu kamen wirtschaftliche und finanzielle Fragestellungen.

Weiterlesen:


Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr stehen wir Ihnen persönlich und diskret zur Verfügung.
Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail, unter .
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.