TELOS: Gebührenstudie 2018/2019

Im Mai 2019 veröffentlichte die Wiesbadener Rating-Agentur TELOS eine Untersuchung zu den Gebühren im institutionellen Asset-Management-Markt in Deutschland. Untersucht wurden hierbei die Gebührenstrukturen im Portfolio Management und im Master-KVG-Markt.

Im Rahmen einer Umfrage unter in- und ausländischen Wealth Managern im Januar 2019 wurden die Gebühren unterschiedlicher Asset-Klassen betrachtet. Die Größe des Mandats spielte hierbei ebenso eine Rolle wie die Art des Finanzprodukts (Anleihen, Aktien, Multi Asset). Laut TELOS wurden mehr als 60 verschiedene Anlagegruppen auf ihre Gebührenstrukturen hin untersucht.

Die Kosten sind entscheidend

TELOS bezog sich dabei sowohl auf liquide Assets, als auch illiquide Vermögenswerte. Dies bedeutet, dass nicht nur Wertpapiere, sondern auch beispielsweise Immobilien berücksichtigt wurden. Dem immer wichtiger werdenden Nachhaltigkeitsaspekt in der Vermögensverwaltung trug die Untersuchung ebenfalls Rechnung: So wurden die Gebühren auch unter ESG-Gesichtspunkten betrachtet. ESG (Environment, Social and Governance) beschreibt die Hinwendung zu Sozial- und Umwelt-Themen in immer mehr Bereichen des Lebens und der Wirtschaft.

Wie wichtig sind institutionellen Kunden nun also die Gebühren bei der Anlage ihres Geldes? Die Studie zeigt, dass 80 Prozent der Anleger sehr genau auf die Kosten bei der Vermögensanlage achten. Sie messen den Gebühren eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei. Die übrigen 20 Prozent legen hingegen keinen besonderen Wert auf den Kostenfaktor und stehen Gebühren damit neutral gegenüber.

Neue Erkenntnisse

Unter anderem betrachtete die Studie verschiedene Gebührenmodelle bei aktiv und passiv gemanagten Portfolios derselben Anlageklasse. Hier zeigten sich Kostenunterschiede bis hin zum Faktor 4: Dies bedeutet, dass aktiv verwaltete Mandate mitunter viermal so teuer sein können wie passive.

Bisher herrschte in der Branche zudem die Meinung vor, ausländische Anbieter seien deutlich kostenintensiver als ihre deutschen Konkurrenten. Diese Einschätzung konnte die Studie nicht bestätigen. Im Bereich der Gebühren halten sich in- und ausländische Wealth Manager inzwischen die Waage. Die Kosten haben sich hier in den letzten Jahren offenbar deutlich angeglichen.

Einen Auszug aus der TELOS-Gebührenstudie 2018/2019 finden Sie hier.

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