Anlegermonitor März 2019: Internationale Unwägbarkeiten

Auch im März 2018 hat die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner nach den Empfindungen und Einschätzungen ihrer Mandanten befragt. Welche Themen beschäftigten die Mandantenbasis besonders und wie wurde das Umfeld zur Vermögensanlage im März diesen Jahres beurteilt?

Einschätzungen und Stimmungen

Auch diesmal konnten unsere Senior Partner die aktuelle Stimmung der Mandanten in Form einer Skala angeben. Die Werte von 1 bis 10 standen dabei aufsteigend für die Zuversicht der Mandanten in Bezug auf das aktuelle Umfeld zur Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Die Mandanten der Deutschen Wertpapiertreuhand zeigten sich im März 2019 im Vergleich zum Vormonat leicht pessimistischer gestimmt. Die Abweichungen sind allerdings nur minimal und beschränken sich auf wenige Kennzahlen. In beiden Vergleichsmonaten wurden die Werte 2 (6,7 Prozent), 3 (6,7 Prozent) und 5 (40 Prozent) gleich häufig genannt. Der eher negative Wert 4 – im Februar nicht vertreten – wurde im März in 13,3 Prozent der Fälle angegeben. Der im letzten Monat recht präsente Wert 7 erschien überhaupt nicht. Die Werte 6 und 8 wurden im Durchschnitt ebenfalls gleich häufig genannt (33,3 Prozent).

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 5,13 abgegeben: Das entspricht einem leichten Abfall der Zuversicht von über 0,5 Prozent.

Politisches Geschehen

Naturgemäß beherrschte der Brexit das Denken unserer Mandanten im März wie kein zweites Thema. Ursprünglich wollte das Vereinigte Königreich die Europäische Union am 29. März 2019 verlassen. Da das britische Unterhaus das von Theresa May ausgehandelte Austrittsabkommen jedoch mehrmals ablehnte, einige man sich mit dem Europäischen Rat auf eine Verschiebung bis zum 12. April 2019. Die EU will Großbritannien damit zwingen, eine Brexit-Entscheidung vor der Europawahl im Mai zu treffen. Unter anderem soll ein Szenario verhindert werden, in dem das Vereinigte Königreich zum Zeitpunkt der Wahl offizielles EU-Mitglied ist, aber selbst nicht an der Wahl teilnimmt. Unsere Mandanten stellten sich all jene Fragen, die seit Monaten und Jahren die Öffentlichkeit beschäftigen: Wann und wie wird der Brexit vollzogen? Kommt es zu einer Einigung, einer Verlängerung oder einem harten Brexit?

Auch der weiterhin bestehende Handelsstreit zwischen den USA und China beschäftige unsere Mandanten. Dieses Thema ist seit über einem Jahr präsent und wird aus dem Bewusstsein der Anleger offenbar nicht so schnell verschwinden.

Der Klimawandel und die Proteste der Fridays-for-Future-Initiative bewegten die Mandantenbasis im März ebenfalls. Nicht wenige unserer Anleger zeigten Sympathien für die protestierenden Schüler und kritisierten die Politik für ihre Trägheit im Bereich des Klimaschutzes.

Im kleineren Rahmen wurden von unseren Beratern zudem weitere Themen genannt. So beschäftigte die Mandanten etwa das Ergebnis der Kommunalwahlen in der Türkei: Für Erdogans AKP-Partei bedeutete das Wahlergebnis einen Rückschlag und wird vom türkischen Präsidenten aktuell angezweifelt. Des Weiteren interessierten sich die Mandanten im März für die anstehende Europawahl und den Verlauf der Schuldenkrise in Italien.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Brexit
  • Handelskonflikt USA/China
  • Klimawandel & Fridays for Future
  • Wahlergebnis in der Türkei
  • Europawahl im Mai 2019
  • Italiens Staatsschulden

Konjunktur und Geldanlage

Aus Anlegersicht waren die allgemeinen Kurssteigerungen im ersten Quartal des Jahres besonders erfreulich. Hier fragten sich die Mandanten: Wurde die Jahresentwicklung 2019 schon vorweggenommen? Oder handelte es sich nur um eine zeitweilige Reaktion auf das vergleichsweise schwache Börsenjahr 2018? Geht der Aufschwung weiter oder erleben wir einen Kursabfall im Sommer?

Verbunden mit dem Aufschwung an den Kapitalmärkten war auch die Frage nach einer möglichen Rezession im Jahr 2019. Allgemeiner könnte man fragen: Wie wird sich die Konjunktur in diesem Jahr entwickeln und wie wahrscheinlich ist eine wirtschaftliche Schwächung – sowohl deutschland-, als auch weltweit?

Die Geldpolitik der Notenbanken ist seit einigen Monaten ebenfalls ein viel diskutiertes Thema unter den Mandanten. Nicht wenige Anleger wünschen sich eine Zinswende und beklagen die generellen Risiken bei der Geldanlage. Die Dichotomie zwischen Risiko und Rendite beschäftigt viele Mandanten nach wie vor.

Zudem wird die Wertpapieranlage nicht selten als kompliziert empfunden, mitunter kann auch der erhoffte Wertzuwachs nicht erreicht werden. Das frustriert die Mandanten bisweilen. Sie wünschen sich mehr Transparenz, weniger Bürokratie und schrumpfende Gebühren. Zudem suchen sie nach alternativen Geldanlagen und tendieren etwa zu Immobilien oder Anleihenfonds.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Starkes Auftakt-Quartal an den Börsen
  • Konjunkturentwicklung & Rezession
  • Notenbankpolitik und Zinsen
  • Möglichkeiten und Hindernisse bei der Wertpapieranlage

Unsere Mandanten verließ im März 2019 nicht der Mut, doch ihre Zuversicht sank im Vergleich zum Vormonat leicht. Vor allem beschäftigten sich die Mandanten mit den Brexit-Entwicklungen und weiteren weltpolitischen Themen. Im Bereich des Kapitalmarktes freuten sich die Anleger über steigende Kurse, bangten aber um die Zins- und Wirtschaftsentwicklung.

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