Zuversicht und Bedenken

Erste Einschätzungen

Das Marktforschungsinstitut INNOFACT beschäftige sich in einer aktuellen Studie mit den Entwicklungen des Finanzmarktes im Jahr 2019. Über 3.000 Personen ab 18 Jahren sollten eine Prognose für das neue Jahr abgeben und ihre diesbezügliche Stimmung mitteilen. Mit Blick auf ihre eigene finanzielle Situation zeigten ganze 12,8 Prozent Bedenken: Vor allem die extreme Zinsentwicklung sorgte bei den Befragten für negative Stimmung. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Zahl der besorgten Deutschen in diesem Bereich damit um drei Prozent gestiegen. Vor allem Männer zeigten sich verstimmt.

In einem zweiten Schritt wurden die Interviewten gebeten, das zurückliegende Finanzjahr 2018 zu bewerten. Ganze 41,1 Prozent der Befragten zogen hierbei ein positives Fazit, was einer Zufriedenheitssteigerung von rund vier Prozent verglichen mit 2017 entspricht. Auch wenn die Unzufriedenheit um mehr als drei Prozent zurückging, zeigte sich dennoch knapp ein Viertel der Deutschen von der persönlichen Finanzentwicklung enttäuscht (24,1 Prozent). Weitere 34,8 Prozent konnten sich für keines der Extreme entscheiden und blieben neutral.

Positive Aussichten?

Im Bereich der Wirtschaft präsentierten zwei Studien zu einem ähnlichen Thema recht unterschiedliche Ergebnisse. Der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY) etwa befragte mittelständische Firmen nach ihrer Position und Geschäftslage. Ganze 65 Prozent zeigten sich sehr zufrieden mit der aktuellen Situation: Laut EY handelt es sich um die höchste Zufriedenheit seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2004. Interessanterweise glaubte mehr als die Hälfte der Mittelständler (56 Prozent) an eine Verbesserung der eigenen Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten. Eine Verschlechterung befürchteten nur vier Prozent.

Fast ein Drittel der befragten Unternehmer (31 Prozent) plant im Jahr 2019 größere Ausgaben: Dazu zählen etwa Immobilieninvestitionen oder der Ankauf von neuen Maschinen. Bei der letztjährigen Erhebung lag dieser Wert bei 35 Prozent. Weitere 38 Prozent wollen zudem die Belegschaft erhöhen. Seit Beginn der Studie gab es laut EY noch nie einen so großen Wunsch der Unternehmer nach neuen Mitarbeitern.

Gegenstimmen

Zu einem anderen Ergebnis kam hingegen das Institut der deutschen Wirtschaft. Für das IW sollten Wirtschaftsverbände die deutsche Konjunktur zum Jahreswechsel 2018/2019 bewerten. Insgesamt nahmen 48 Verbände an der Umfrage teil. Eine schlechtere Wirtschaftslage im Vergleich zu 2017/2018 bescheinigten dabei 21 Verbände. Lediglich 7 hatten eine positive Sicht auf die aktuelle Wirtschaftslage. Die verbliebenen 20 hingegen attestierten eine stabile Konjunktur.

Von einer höheren Produktion 2019 gehen laut der Erhebung 28 Verbände aus – ein Jahr zuvor waren es noch 33. Weitere zehn Verbände rechnen in diesem Jahr mit einem Rückgang der Produktion. Derart pessimistisch waren 2018 nur zwei Verbände. Auch wenn die Wirtschaftsverbände damit recht verhaltene Prognosen abgaben, blieben sie insgesamt guter Dinge: Trotz einer gewissen Ernüchterung glaubten die meisten Befragten an ein moderates Wachstum.

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