Anlegermonitor Januar 2019: Ein Hoffnungsschimmer

Auch zu Beginn des Jahres 2019 hat sich die Deutsche Wertpapiertreuhand an ihre Senior Partner mit der Frage gewandt: Wie beurteilt die Mandantenbasis das momentane Umfeld zur Vermögensanlage? Und welche Themen beschäftigten die Mandanten im Januar 2019 besonders?

Einschätzungen und Stimmungen

Wie üblich konnten unsere Senior Partner die aktuelle Stimmung der Mandanten in Form einer Skala angeben. Die Werte von 1 bis 10 standen dabei aufsteigend für die Zuversicht der Mandanten in Bezug auf das aktuelle Umfeld zur Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Der Januar 2019 zeichnete sich im Vergleich zum Dezember 2018 durch eine deutlich positivere Mandantenstimmung aus. Mehr als die Hälfte (52,4 Prozent) der Senior Partner bewerteten die Stimmung ihrer Mandanten mit den leicht positiven Werten 5 und 6. Ganze 28,6 Prozent nannten zudem die Werte 7 und 8. Hier ist eine gewisse Stimmungs-Trendwende zu erkennen: Im letzten Monat waren die Werte 3 und 4 noch dominierend. Diese machten im Januar 2019 weniger als ein Fünftel der Antworten aus (19 Prozent).

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 5,43 abgegeben: Auch hier lässt sich im Vergleich zum Vormonat ein Stimmungsanstieg von mehr als einem Prozent erkennen.

Politik und Wirtschaft

Der Brexit war das dominierende Thema im Januar 2019. Am 15. Januar wurde im britischen Unterhaus über Theresa Mays Brexit-Deal mit der Europäischen Union abgestimmt. Das Ergebnis war eine historische Niederlage für Mays Minderheitsregierung: Mehr als zwei Drittel der Abgeordneten stimmten mit einem Nein. Noch nie in der Geschichte des Britischen Königreichs wurde eine Absage im Unterhaus so deutlich erteilt. Unsere Mandanten fragten sich nun, ob ein harter Brexit bevorsteht oder etwaige Nachverhandlungen mit der EU doch noch zustande kommen. Auch sorgten sie sich um die wirtschaftlichen Folgen eines ungeordneten Brexits – für Deutschland und Europa.

Wirtschaft und Konjunktur waren im Januar generell wichtige Themen für unsere Mandanten. Sie stellten sich die Frage, ob eine Rezession auf Deutschland und Europa zukommt und wie die Konjunktur in den nächsten Monaten verlaufen könnte. Welche Auswirkungen hätte ein wirtschaftlicher Abschwung für die Konkurrenzfähigkeit Deutschlands? Und welche Maßnahmen müssten ergriffen werden, um die Bundesrepublik als globale Wirtschaftsmacht zu stärken, etwa im Bereich der Digitalisierung?

Das außenpolitische Gebaren der Vereinigten Staaten verunsicherte unsere Mandanten auch zu Beginn des neuen Jahres. Hierzu zählten der schwelende Handelskonflikt mit China und die Kündigung des INF-Abrüstungsvertrags durch US-Präsident Trump. Auch der Government Shutdown in den USA beschäftigte die Anleger.

Schließlich war für unsere Mandanten auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed von Interesse. Wie sich am 30. Januar zeigte, wird die Fed eine Zinspause einlegen.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Verlauf und Folgen des Brexits
  • Abschwächung der Konjunktur
  • USA: Handelskonflikt und INF-Abrüstungsvertrag
  • Government Shutdown
  • Fed-Zinsentscheidung

Vermögensanlage

Bezüglich ihrer persönlichen Kapitalanlage stellten sich die Mandanten im Januar die üblichen Fragen: Welchen Ertrag bringt meine momentane Strategie, vor allem in der noch nicht überwundenen Baisse? Welche Kosten kommen auf mich zu, heute und in der Zukunft?

Zudem fragten sich manche Mandanten, ob eine Investition in Edelmetalle, speziell Gold, sinnvoll wäre. Seit August 2018 waren die Goldpreise stetig gestiegen. Zudem beschäftigen sich einige Mandanten im Januar mit Abgaben und Steuern.

Laut unserer Senior Partner verhielten sich die Mandanten zu Jahresbeginn eher defensiv, scheuten Strategieänderungen und größere Transaktionen. Ihr Sicherheitsbedürfnis war offenbar zu groß, um in einem deutlich schwankenden Markt Investitionen zu tätigen. Diese abwartende Haltung traf aber nicht auf alle Anleger zu: Manche gaben sich entscheidungsfreudiger und begrüßten vor allem die leichte Erholung der Aktienmärkte im Januar.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Erträge und Kosten
  • Edelmetalle und Steuern
  • Entwicklung der Finanzmärkte

Zu Beginn des Jahres blickten unsere Mandanten wieder etwas hoffnungsvoller in die Zukunft. Ihre Stimmung besserte sich im Vergleich zum Vormonat deutlich. Verunsichert wurden sie allerdings durch die Brexit-Entwicklung und die aggressive Außenpolitik der USA. Bezüglich ihrer Investitionen hielten sich die meisten Mandanten im Januar noch zurück und begnügten sich mit Abwarten.

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