World Economic Forum: Global Risks Report 2019

Im Januar 2019 veröffentlichte das World Economic Forum seinen jährlichen Global Risks Report. Für die Erhebung wurden über 900 Personen rund um den Erdball zu den größten globalen Risikofaktoren befragt. Sie konnten aus einer Liste von 30 Problemen wählen und diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten.

In einem zweiten Schritt sollten sie zudem die Folgen eines Ereignisses beurteilen: Die Skala reichte dabei von 1 (Geringer Einfluss) bis 5 (Katastrophale Folgen). Interviewt wurden u.a. Regierungsmitarbeiter, Akademiker, Unternehmer und NGOs.

Eintrittswahrscheinlichkeit

Nach Auswertung der Daten ergab sich für die Forscher ein Ranking der zehn größten globalen Risiken in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit. Sehr wahrscheinlich treten laut der Erhebung vor allem Umweltveränderungen ein: Hierzu zählen extreme Wetterereignisse, Klimawandel und Naturkatastrophen. Ebenfalls genannt wurden Wasserknappheit, Artensterben und der schädliche Eingriff des Menschen in die Umwelt. Dieser Fokus auf Naturereignisse zieht sich bereits seit einigen Jahren durch den Global Risks Report. Seit dem Jahr 2014 werden Extreme Wetterereignisse als eines der Hauptrisiken für die Menschheit identifiziert.

Ein ebenfalls großes Gefahrenpotential bergen laut der Studie Datendiebstahl und Cyber-Kriminalität. IT-Sicherheit und der Schutz von Daten wird zunehmend zu einem wichtigen Thema in der Welt. Dies zeigte sich bereits im letztjährigen Global Risks Report. Fälle von Datendiebstahl und -missbrauch machten in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen und scheinen als deutlicher Risikofaktor erkannt worden zu sein. Interessanterweise stellt auch die Vermögensverteilung in der Welt für die Befragten einen Risikofaktor dar. Hier sehen sie die Gefahr einer starken Vermögenshäufung in den Händen Weniger.

Auswirkungen

Die zehn Gefahren mit den größten globalen Auswirkungen hat das World Economic Forum ebenfalls in einer Liste zusammengefasst. Die verheerenden Folgen von Massenvernichtungswaffen wurden hier als größtes Risiko für die Menschheit ausgemacht. Es folgten auf den Plätzen 2 bis 6 erneut umweltbezogene Krisen, wie etwa der bereits erwähnte Klimawandel, Wasserknappheit und Naturkatastrophen. Insgesamt scheinen die größten Risiken der Gegenwart vor allem das Ökosystem unseres Planeten zu betreffen.

Auch die Gefahren von Cyber-Kriminalität können nach Ansicht der Befragten große Auswirkungen haben: Aus diesem Grund finden sich Hacker-Angriffe und der Zusammenbruch zentraler Informationssysteme auf den Plätzen 7 und 8. Einen großen Risikofaktor stellen laut den Umfrageergebnissen auch Epidemien dar. Das Thema Krankheitsausbrüche zieht sich schon seit einigen Jahren durch den Global Risks Report.

Den vollständigen Global Risks Report 2019 finden Sie hier.

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