Anlegermonitor Dezember 2018: Hoffnungen und Befürchtungen

Auch zum Jahresende bat die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner, an einer internen Umfrage teilzunehmen: Es ging um die Frage, wie die Mandanten das momentane Umfeld für die Vermögensanlage im Dezember 2018 beurteilten und welche Themen sie besonders bewegten.

Einschätzungen und Stimmungen

Wo sahen die Mandanten die größten Chancen, Risiken und Möglichkeiten ihrer Vermögensentwicklung? Auf Grundlage der ausgewerteten Daten entstand unser Anlegermonitor: Ein spezifisches Stimmungsbild der Mandantenbasis.

Erneut hatten unsere Berater die Möglichkeit, die aktuelle Stimmung ihrer Mandanten auf einer Skala anzugeben. Die Werte reichten von 1 bis 10: Je höher der Wert, desto besser die momentane Mandantenstimmung in Bezug auf die Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Aufgrund der aktuellen Marktlage zeigten sich die Mandanten im Dezember etwas pessimistischer als im November. Der Wert 4 wurde mit 45,5 Prozent am häufigsten genannt, gefolgt vom Wert 3 (27,3 Prozent). Einen Monat zuvor war der Wert 5 noch dominierend. Im Dezember hingegen nannte weniger als ein Fünftel der Senior Partner die Werte 5 oder 6 (18,2 Prozent). Einen Ausreißer nach oben und unten stellen hingegen die Werte 2 und 9 dar (jeweils 4,5 Prozent).

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern der vergleichsweise niedrige Wert 4,09 angegeben: Die Mandanten standen dem aktuellen Umfeld für die Vermögensanlage also eher skeptisch gegenüber.

Marktentwicklung und Investment

Das bestimmende Thema für die Mandanten im Dezember war die Baisse an den Finanzmärkten. Angesichts des Marktrutsches fragten sie sich, wie man am besten auf die Situation reagieren kann und was die Zukunft bringt. Sollte man verkaufen, abwarten oder in den Markt einsteigen? Und ist die persönliche Anlagestrategie noch angemessen? Insgesamt zeigen sich bei unseren Mandanten gewisse Rezessionsängste und Konjunktursorgen.

Speziell der Aktienmarkt machte den Mandanten zu schaffen. Dabei stellten sie sich naheliegende Fragen wie: Wird die aktuelle Aktienmarktkorrektur noch länger anhalten? Wann erholt sich der Markt? Welche Anlagesegmente sind 2019 zu bevorzugen? Allgemein interessierten sich unsere Mandanten für die Entwicklung der Kapitalmärkte und der Wirtschaft im Jahr 2019. Sie suchten aber auch alternative Investitionsmöglichkeiten und standen Aktien als Anlageklasse pessimistischer gegenüber.

Hinzu kam im Dezember die Frage nach steigenden Zinsen: Würde es die Europäische Zentralbank (EZB) der US-Notenbank Fed gleichtun und eine Zinserhöhung anvisieren? Und welchen Einfluss hätten höhere Zinsen im Euroraum für den Aktienmarkt?

Des Weiteren beschäftigen sich die Mandanten mit ihren persönlichen Investments. Vorsorge- und Nachfolgethemen standen hier im Mittelpunkt. Doch auch Finanzierungsfragen, Lebensversicherungen, Vermögensplanung, Wohnen und Arbeit waren im Dezember von Relevanz.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Kursrutsch an den Börsen
  • Entwicklung der Aktienkurse
  • Mögliche Zinserhöhungen
  • Vorsorge- und Nachfolgeplanung
  • Vermögensplanung

Außenpolitische Faktoren

Seit fast einem Jahr beschäftigt unsere Mandanten der Handelsstreit zwischen den USA und China, so auch im Dezember 2018. Es handelte sich um das meistgenannte Thema unserer Umfrage. Tatsächlich zeigen sich hier aber auch Ermüdungserscheinungen: So fragten sich die Mandanten, wann der Konflikt beigelegt wird.

Ähnliches galt für die Brexit-Verhandlungen. Würden die EU und Großbritannien bis März 2019 zu einer Einigung kommen oder droht ein harter Brexit? Hier waren unsere Mandanten verunsichert. Manche hielten sogar ein erneutes Referendum in Großbritannien für wahrscheinlich.

Die Staatsverschuldung Italiens war für unsere Mandanten ebenfalls ein Thema. Hier zeigten sie sich allerdings über den Kompromiss zwischen der italienischen Regierung und der EU erleichtert: Italien hatte angekündigt, zukünftig einen Sparkurs einschlagen zu wollen.

Schließlich war im Dezember auch der Government Shutdown in den USA von Relevanz. Rund 380.000 Angestellte der US-Regierung mussten im letzten Monat ihre Arbeit niederlegen. Wie lange der Shutdown anhalten wird, ist ungewiss: Ein Regierungsstillstand in den USA kann sich über mehrere Wochen erstrecken.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Handelsstreit USA/China
  • Brexit-Entwicklung
  • Sparkurs Italiens
  • Government Shutdown in den USA

Die Korrektur an den Finanzmärkten bestimmte im Dezember das Denken unserer Mandanten. Sie fragten sich, wie auf die neue Marktsituation zu reagieren sei und wie man zukünftig agieren soll. Das internationale politische Geschehen spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Insgesamt zeigten sich die Mandanten etwas pessimistischer als im Vormonat.

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