Anlegermonitor November 2018: Ein Blick in die Zukunft

Welche Themen bewegen unsere Mandanten zurzeit besonders? Und wie bewerten sie das Umfeld für die Vermögensanlage? Diese Fragen stellt die Deutsche Wertpapiertreuhand einmal im Monat ihren Senior Partnern in Form einer internen Umfrage.

Einschätzungen und Stimmungen

Ziel ist es offenzulegen, wie unsere Mandanten denken und wo sie Chancen, Risiken und Möglichkeiten ihrer Vermögensentwicklung sehen. Bei der Auswertung der erhobenen Daten zeigte sich erneut, dass es für die Mandanten zwei relevante Themenfelder gibt: Zum einen die Entwicklung ihres Privatvermögens, zum anderen innen- und außenpolitische Einflussfaktoren.

Wie üblich hatten unsere Berater die Möglichkeit, die aktuelle Stimmung ihrer Mandanten auf einer Skala anzugeben. Die Werte reichten von 1 bis 10: Je höher der Wert, desto besser die momentane Mandantenstimmung in Bezug auf die Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Das Stimmungsbild zeigte sich im November etwas positiver als noch vor einem Monat: Am häufigsten wurde der Wert 5 genannt (31,6 Prozent) – allerdings dicht gefolgt von den Werten 4 und 3 (jeweils 26,3 Prozent). Die optimistischsten Mandanten wurden dem Wert 6 zugeordnet, bildeten jedoch die Minderheit von 15,8 Prozent.

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 4,37 gegeben: Das heißt, die Mandanten standen dem Umfeld für die Vermögensanlage zwar positiver gegenüber als noch im Oktober, blieben aber weiterhin vorsichtig.

Marktgeschehen und Vermögensentwicklung

Mehrheitlich beschäftigten sich unsere Mandanten im November mit den Wirtschafts- und Kapitalmarktaussichten für das Jahr 2019. Dabei stellten sie sich folgende Fragen: Ist ein weltweiter Konjunkturrückgang möglich? Hält die Baisse weiter an? Welche Renditen kann ich im kommenden Jahr erzielen? Und wie werden sich die Zinsen 2019 entwickeln?

Begleitet wurden diese Überlegungen von einer gewissen Furcht vor einem weiteren Abrutschen der Kurse. Die Mandanten agierten daher vorsichtiger in Bezug auf die Vermögensanlage. Außerdem machte ihnen der zunehmende Bürokratismus in der Finanzbranche weiter zu schaffen.

Dennoch bewahrten die Mandanten einen kühlen Kopf angesichts des momentanen Geschehens in der Welt und auf den Finanzmärkten. Grund hierfür ist ein langfristiger Anlagehorizont, etwa im Bereich der Altersvorsorge. Insgesamt stand im November der Vermögenserhalt für unsere Mandanten im Vordergrund.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Entwicklung von Wirtschafts- und Kapitalmarkt 2019
  • Zinsentwicklung
  • Angst vor einem Crash
  • Anlageverhalten in der Baisse

Politisches Geschehen

Der immer noch schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China war auch in diesem Monat wieder ein wichtiges Thema für die Mandanten. Hier stelltes ich vor allem die Frage, welche Dynamik sich im Zollstreit entwickeln wird und wie sich dies auf die Märkte auswirkt.

Auch die Staatsschulden Italiens beschäftigten unsere Mandanten im November. Ähnlich wie im Oktober fragten sie sich nach den Konsequenzen für die Europäische Union: Wird die Regierung in Italien gemäßigter agieren? Oder lenkt die EU ein?

Außerdem blickten unsere Mandanten in die Zukunft, speziell auf den 11. Dezember 2018. An diesem Tag wird das britische Parlament über das Brexit-Abkommen zwischen Großbritannien und der EU abstimmen. Wie wird hierbei das Ergebnis ausfallen? Und welche Auswirkungen hätte ein Ja oder ein Nein für die britische Wirtschaft bzw. für ganz Europa?

Schließlich interessierten sich die Mandanten auch für innenpolitische Entwicklungen. Die anstehende Wahl des bzw. der CDU-Vorsitzenden war dabei von besonderem Interesse. Hier verfolgten unsere Mandanten das Geschehen sehr genau.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Handelskrieg zwischen den USA und China
  • Italien und die EU
  • Brexit-Abstimmung
  • Wahl zum CDU-Vorsitz

Verglichen mit Oktober 2018 lag der Schwerpunkt der Mandanten im November stärker auf dem Marktgeschehen. Auch wagten sie bereits einen ersten Blick ins neue Jahr. Die Mandantenstimmung in Bezug auf die Vermögensanlage verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat leicht.

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