Anlegermonitor Mai 2018: Altbekannte Unwegsamkeiten

Auch im Mai 2018 hat die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner nach den Empfindungen und Einschätzungen ihrer Mandanten befragt. Welche Themen beschäftigten die Mandantenbasis besonders und wie wurde das Umfeld zur Vermögensanlage im Mai diesen Jahres beurteilt?

Einschätzungen und Stimmungen

Auch diesmal konnten unsere Senior Partner die aktuelle Stimmung der Mandanten in Form einer Skala angeben. Die Werte von 1 bis 10 standen dabei aufsteigend für die Zuversicht der Mandanten in Bezug auf das aktuelle Umfeld zur Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Im Vergleich zum vergangenen Monat zeichnete sich im Mai eine deutlich positivere Stimmungslage unserer Mandanten ab. Am häufigsten wurden die Werte 5 (43,5 Prozent) und 7 (26,1 Prozent) genannt, mehr als ein Viertel der Mandanten (78,3 Prozent) zeigten sich im Mai optimistisch gestimmt. Demgegenüber schätzte rund ein Fünftel der Mandanten (21,7 Prozent) das aktuelle Umfeld für die Vermögensanlage negativ ein. Genannt wurden die Skala-Werte 3 und 4.

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 5,35 gegeben: Unsere Mandanten waren im Mai 2018 bezüglich der Vermögensanlage also durchaus zuversichtlich. Die Standardabweichung der erhobenen Werte liegt außerdem bei 1,19.

Internationale Entwicklungen

Das Thema, welches unsere Mandanten im Mai am meisten beschäftigte, war der weiterhin schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Was zunächst als Zollstreit zwischen den beiden Großmächten begann, könnte nun in einen Handelskrieg münden – diese Ansicht immerhin wurde nicht selten in den Medien verbreitet. Unsere Mandanten fragten sich indes, welche Folgen ein Handelskrieg für die Europäische Union, die Bundesrepublik und die Aktienmärkte hätte.

Generell sehen unsere Mandanten US-Präsident Trump weiterhin als schwer einschätzbaren Politiker. Seine Unberechenbarkeit wird als irritierend empfunden, die Folgen seiner Handlungen sind für unsere Mandanten schwer abschätzbar.

Auch die schwierige Regierungsbildung in Italien trieb unsere Mandantenbasis um. Meldungen über eine mögliche Abkehr Italiens vom Euro sorgten hier für Verunsicherung. Generell stellten sich die Mandanten die Frage, welchen Weg die neuen Koalitionspartner in Italien gehen werden – auch mit Blick auf die Zukunft der EU.

Zudem war die Zinsentwicklung im Euro-Raum ein Thema für unsere Mandanten. Obwohl Zinserhöhungen vonseiten der Europäischen Zentralbank (EZB) frühestens 2019 erwartet werden, beschäftigten sich unsere Mandanten dennoch mit möglichen Auswirkungen. Dies betrifft nicht nur die Chancen und Risiken eines Anstiegs, sondern auch die Konsequenzen für das eigene Portfolio.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Handelsstreit USA/China
  • Donald Trumps Unberechenbarkeit
  • Regierungsbildung in Italien
  • Zinsentwicklung

Private Anlage

Wie bereits in den letzten Monaten machten sich unsere Mandanten auch im Mai Gedanken über ihre persönliche Anlagestrategie. So herrschte weiterhin eine latente Angst vor möglichen Kurseinbrüchen. Unsere Mandanten fragten sich: Wann kommen weitere Abwärtsbewegungen an den Aktienmärkten? Und wie gravierend werden sie sein?

Zudem schien unter den Mandanten eine vorsichtige Stimmung zu herrschen, was die Anlage betrifft. Manche belassen ihr Kapital lieber auf dem Konto – andere fragen sich, in welche Werte am besten investiert werden soll. Hierbei beschäftigte vor allem das Thema Immobilien unsere Mandanten. Gleichzeitig wurden nachhaltige Investments offenbar stärker nachgefragt.

Wie auch schon in den letzten Umfragen beklagten sich viele Mandanten über das immer komplexer werdende Anlageumfeld: Die Anforderungen zur Geldanlage erscheinen ihnen immer undurchschaubarer. Demgegenüber wünschten sie sich Reduktion und Einfachheit.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Furcht vor Kurseinbrüchen
  • Anlageangst
  • Nachhaltigkeit bei Geldanlagen
  • Komplexes Anlageumfeld

Unsere Mandanten betrachteten den Mai 2018 als einen durchaus positiven Monat für die Geldanlage. Dennoch zeigten sie sich vom weltpolitischen Geschehen verunsichert: Das Verhalten der USA war dabei ebenso ein Faktor wie die Parlamentswahl in Italien und kommende Zinsentwicklungen. Bezogen auf ihre eigene Geldanlage wünschten sich unsere Mandanten mehr Einfachheit und monetäre Sicherheit.

Weiterlesen:


Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr stehen wir Ihnen persönlich und diskret zur Verfügung.
Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail, unter Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.