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Eine Zukunft ohne Bargeld?

Early Adopters

Über die Vor- und Nachteile des Bargeldes wurde in den letzten Jahren immer häufiger diskutiert. Einer der Gründe dürfte die weltweit steigende Akzeptanz von bargeldlosem Bezahlen sein. Vor allem in China und den USA ist das sogenannte Mobile-Payment beliebt, also das Bezahlen per Smartphone und Handy-App. In der Regel bieten Tech-Konzerne mit großer Reichweite entsprechende Apps an. In China beherrschen Alibaba und Tencent den Markt, während Apple und Google in den USA ihre Payment-Dienste forcieren.

Apple-Chef Tim Cook, welcher das Unternehmen seit 2011 leitet, äußerte sich nun zum Bargeld und zur Zukunft moderner Mobile-Payment-Dienste. Laut Cook sei das Konzept des Bargeldes ein Auslaufmodell, welches nicht mehr in die schnelllebige Gegenwart passt. Die Lagerung und Herstellung von Geldscheinen und -münzen sei vor allem ein Kostenfaktor. Auch sei Bargeld laut Cook anfälliger für Betrug und Diebstahl.

Welche Verbreitung?

Cooks Plädoyer für Mobile Payment steht dabei freilich nicht im luftleeren Raum: Apple versucht schon seit 2014 den hauseigenen Bezahldienst Apple Pay zu etablieren. Mit diesem lässt sich bargeldlos etwa per Handy oder Smartwatch bezahlen. Der Dienst ist bisher in 21 Ländern verfügbar und soll noch im Herbst diesen Jahres auch in Deutschland freigeschaltet werden.

Global betrachtet würde Apple damit einen eindeutigen Trend folgen: Schon im Jahr 2022 sollen laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Juniper Research rund 53 Prozent der weltweiten monetären Transaktionen mit mobilen Bezahldiensten abgewickelt werden. Ob das Bezahlen per Handy-App aber auch in Deutschland auf Gegenliebe trifft, ist zumindest aktuell fraglich.

Zaghaftes Verhalten

In der Bundesrepublik genießt Mobile Payment nämlich weiterhin keinen guten Ruf. In diesem Jahr wird die Zahl der deutschen Mobile-Payment-Nutzer voraussichtlich nicht über 2,2 Millionen steigen – dies immerhin sagen neueste Prognosen voraus. Konsumenten in Deutschland fürchten sich offenbar weiterhin vor Datenmissbrauch und schätzen die Haptik und Beständigkeit von Bargeld.

In anderen Ländern scheint man um die Sicherheit persönlicher Daten weniger besorgt, sodass das Bezahlen per Smartphone dort viel beliebter ist. Vorreiter auf diesem Gebiet ist neben den USA und skandinavischen Ländern vor allem die Volksrepublik China. Dort wird die Zahl von Mobile-Payment-Nutzern 2018 voraussichtlich auf knapp 350 Millionen Menschen anwachsen. Profitieren dürften davon vor allem die Payment-Anbieter, welche sich hier eine enorme Marktmacht aneignen. Ob dies auch westlichen Tech-Firmen mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay gelingen wird, muss die Zukunft zeigen. In Deutschland bleibt man diesbezüglich wohl weiterhin kritisch.

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