Die Angst im Alter

Besorgte Frauen

Eine neue Studie beschäftigte sich mit dem Thema Rente, speziell mit der Altersvorsorge von Frauen. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Aktiengesellschaft Deutsche Leibrenten in Kooperation mit der Deutschen Seniorenliga. Hierfür wurden über 1.100 Senioren in der Bundesrepublik interviewt. Mit Blick auf die Forschungsergebnisse zeigten sich vor allem signifikante Unterschiede bei Männern und Frauen.

Senioren beiden Geschlechts plagen zwar finanzielle Ängste im Alter, dennoch sind diese unter Frauen in Deutschland offenbar stärker ausgeprägt als unter Männern. Die Aussage "Ich mache mir sorgen, dass mein Erspartes nicht bis zum Lebensende reicht" bejahten 38 Prozent der Männer und ganze 51 Prozent der Frauen. Mehr als die Hälfte der befragten Seniorinnen fürchten sich also vor Altersarmut. Noch höher ist die Prozentzahl derjenigen Frauen, die ihren aktuellen Lebensstandard bedroht sehen: 66 Prozent glauben, im Lebensabend kürzer treten zu müssen. Unter den Männern sind es hingegen 48 Prozent.

Vielfältige Gründe

Woran liegt es, dass Frauen so viel mehr Angst vor Altersarmut haben als Männer? Die Studienforscher der Deutschen Leibrenten machen dafür sowohl strukturelle, als auch biologische Faktoren verantwortlich. So leben Frauen tendenziell länger als Männer: Laut dem Online-Portal Statista lag die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen 2015 in Deutschland bei rund 83 Jahren, bei Männer nur bei etwa 78 Jahren.

Gleichzeitig beziehen Frauen in der Regel weniger Rente als Männer, was sie im Alter finanziell stärker einschränkt. Das Bundesarbeitsministerium legte diesbezüglich im Jahr 2017 Zahlen vor: Demnach beträgt die bundesweite Rentenlücke zwischen Männern und Frauen 53 Prozent. Frauen werden also durchschnittlich nur 47 Prozent der Rentenbeträge ausgezahlt, die Männer erhalten.

Gravierende Folgen

Diese Lücke wird zum Teil noch größer, betrachtet man verschiedene Regionen in der Bundesrepublik. Im Westen Deutschlands liegt die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern sogar bei 58 Prozent. Die Neuen Bundesländer weisen in diesem Bereich hingegen nur 28 Prozent auf. Dennoch ist die Sorge vor finanziellen Engpässen im Alter mehr als begründet – und zwar bei beiden Geschlechtern.

Da die Deutschen immer älter werden, beziehen sie auch immer länger Rente. Inzwischen liegt der Durchschnitt bei 20 Lebensjahren und hat sich damit im Vergleich zu den 1980er Jahren annähernd verdoppelt. Sollte dieser Trend anhalten, werden sich zukünftig auch die finanziellen Risiken im Alter verschärfen. Die gesetzliche Rente dürfte dann nur noch einen Grundbedarf abdecken. Der Beginn dieser Entwicklung ist auch heute schon sichtbar.

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