Anlegermonitor März 2018: Unruhige Zeiten

Einmal im Monat wendet sich die Deutsche Wertpapiertreuhand an ihre Senior Partner, um einen Eindruck von der Stimmung der Mandantenbasis zu gewinnen. Der daraus entstehende Anlegermonitor dient als Seismograph für die Wünsche, Befürchtungen und Hoffnungen unserer Mandanten.

Einschätzungen und Stimmungen

Besonders relevant sind dabei folgende Fragen: Wie beurteilen die Mandanten das aktuelle Umfeld zur Vermögensanlage? Welche Themen waren im betrachteten Monat besonders relevant? Welche Stimmung erzeugen die Entwicklungen im Bereich Finanzen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter den Mandanten?

Wie üblich konnten unsere Senior Partner die momentane Stimmung der Mandanten anhand einer Bewertungsskala angeben. Die Ziffern 1 bis 10 standen dabei aufsteigend für die Zuversicht in Bezug auf das aktuelle Umfeld zur Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Im Vergleich zum Vormonat veränderte sich die Stimmung unserer Mandanten kaum. Nach Angabe unserer Senior Partner bewerteten 40 Prozent das Umfeld für die Vermögensanlage mit dem Wert 5. Ein großer Teil der Mandantenbasis sieht den Markt also vorsichtig positiv. Allerdings gab es auch einige, die die Lage pessimistischer betrachteten und mit 4 (28 Prozent) oder 3 bewerteten (12 Prozent). Weitere 20 Prozent zeigten sich deutlich optimistischer und vergaben die Werte 6, 7 oder 8.

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 4,92 abgegeben: Unsere Mandanten waren im März bezüglich der Vermögensanlage also etwas weniger optimistisch als noch im Februar. Die Standardabweichung der erhobenen Werte liegt zudem bei 1,38.

Politik und Märkte

Eines der wichtigsten Themen für unsere Mandanten war im März der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China. Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, für bestimmte Importgüter hohe Zölle verlangen zu wollen, drohte die Regierung in Peking mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf Zollebene. Für unsere Mandanten stellte sich vor allem die Frage, wie sich der Konflikt auf die Finanzmärkte und die Konjunktur auswirkt. Da auch die Europäische Union in Zukunft von den US-Strafzöllen betroffen sein könnte, zeigten sich die Mandanten in Sorge. Auch wirkt die Politik Trumps auf sie weiterhin unberechenbar.

Ebenfalls von Belang war die anhaltende Diskussion über kommende Zinserhöhungen. Was die US-Notenbank FED vormachte, könnte womöglich auch bald in der Euro-Zone umgesetzt werden. Eine Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) würde Anleger wie Berater vor neue Herausforderungen stellen.

Die ungewohnt verlaufenden Kursbewegungen auf den Finanzmärkten sorgten im März ebenfalls für Verunsicherung. Immer wieder stellte sich hier die Frage, ob der anhaltende Boom zu Ende geht. Die Mandanten stellten sich daher eine Reihe von Fragen: Wie sind die Kurseinbrüche, z.B. bei großen Tech-Firmen, im letzten Monat zu bewerten? Was ist von den Aktienrückkäufen einiger Konzerne in den USA zu halten? Und sollte man darauf im eigenen Portfolio reagieren?

Auch die politische Lage in Europa beschäftige unsere Mandantenbasis. Die Arbeitsaufnahme der neuen GroKo in Deutschland war dabei ebenso von Belang wie das Ergebnis der Parlamentswahlen in Italien.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Handelskrieg USA/China
  • Mögliche Zinserhöhungen
  • Ende des Booms/Kurseinbrüche
  • GroKo/Wahl in Italien

Persönliches Anlageverhalten

Die vergleichsweise hohe Volatilität der Finanzmärkte brachte die Mandanten auch im März ins Grübeln. Laut unserer Senior Partner ist dabei das Vertrauen der Mandanten in die bekannten Marktmechanismen gesunken. Nicht wenige fragten sich, ob klassische Wertpapiere wie Aktien oder Aktienfonds weiterhin die passende Anlageform in einer turbulenten Zeit sind.

Aufgrund dieser schwer abschätzbaren Situation an den Börsen scheinen nicht wenige Mandanten in einer abwartenden Haltung zu verharren. Sie wünschen sich vor allem Sicherheit und tendieren dabei zu vermeintlich krisenfesten Anlagewerten. Gleichzeitig schienen einige Mandanten im März mehr Geld in Konsumgüter investiert zu haben.

Ein immer wieder relevantes Thema waren und sind die hohen Regularien in der Finanzwelt. Neue Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen frustrierten dabei die Anleger. Einige Mandanten fühlten sich dadurch in ihren Investment-Entscheidungen trotz der steigenden Sicherheitsstandards eingeschränkt.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Hohe Volatilität auf den Finanzmärkten
  • Vorsichtiges Abwarten/Wunsch nach Sicherheit
  • Steigende Konsumlust
  • Regularien und Vorschriften

Unsere Mandanten bleiben auch im März 2018 reflektiert und vorsichtig. Ihre Stimmung ist zwar angesichts undurchschaubarer finanz- und geopolitischer Entwicklungen gedämpft, aber keineswegs pessimistisch. Unsere Mandanten denken vor allem zukunftsorientiert und fragen sich, wie man gemeinsam mit dem Berater am besten auf kommende Unwegsamkeiten reagieren könnte.

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