IOSCO-Studie: Senior Investor Vulnerability

Eine aktuelle Studie aus dem März 2018 beschäftige sich mit der sogenannten Senior Investor Vulnerability, der Betrugsanfälligkeit von Senioren bei Finanzgeschäften. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organization of Securities Commissions, kurz IOSCO).

Konkret ging es um die Frage, wie sich ältere Menschen in der Finanzwelt zurechtfinden und welche Probleme ihnen begegnen. Betrachtet wurde dabei die Lebensrealität von Personen über 65 Jahre. Neben einer allgemeinen Bestandsaufnahme präsentierte die IOSCO in ihrem Bericht auch Handlungsempfehlungen, um Risiken für Senioren bei Finanzangelegenheiten zu minimieren.

Risikofaktoren

Grundlage der Erhebung waren Interviews mit 2.600 Branchenexperten, welche ein recht eindeutiges Bild zeichnen: Für ältere Menschen besteht eine gesteigerte Gefahr, Opfer von Betrug oder Täuschung bei Geldangelegenheiten zu werden. Es wundert daher nicht, dass international bereits Gegenmaßnahmen zum Schutz älterer Anleger existieren. Ganze 73 Prozent der Befragten bestätigten dies in Bezug auf die Gesetzgebung in verschiedenen Ländern.

Die anhaltende Digitalisierung und Technisierung könnte hier ein bedeutsamer Faktor sein. So erkannten einige Befragte gerade dann Risikopotential, wenn gewohnte Strukturen für Senioren wegfallen und durch digitale Angebote ersetzt werden. Ältere Menschen könnten sich durch die neuen technischen Möglichkeiten im Finanzwesen zunehmend überfordert fühlen.

Mögliche Reaktionen

Dementsprechend will die Studie auch Handlungsvorschläge unterbreiten, um staatliche Aufsichtsbehörden für das Thema zu sensibilisieren. So erscheint es der IOSCO ratsam, mehr Informationsmaterial bereitzustellen, um ältere Investoren besser und nachhaltiger zu beraten. Auch sollten laut IOSCO bereits existierende Aufklärungsprogramme in dieser Hinsicht ausgebaut werden.

Durch Intensivierung von Forschungsinitiativen wäre es zudem möglich, einen tieferen Einblick in das Spar- und Anlageverhalten von Senioren zu gewinnen. Mögliche Risiken im Bereich der Finanzen könnten so eliminiert werden. Schlussendlich empfiehlt die IOSCO zudem, Aufsichtsbehörden-Mitarbeiter für den Kontakt mit älteren Menschen zu schulen.

Die vollständige IOSCO-Studie finden Sie hier.

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