Pro-Aktie-Studie: Aktienkultur in Deutschland

Eine aktuelle Studie der Aktion Pro Aktie untersuchte die Aktienkultur in der Bundesrepublik. Für die bevölkerungsrepräsentative Erhebung wurden 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren zu ihrem Spar- und Anlageverhalten interviewt.

Konkret ging es um die Frage, wie gut sich die Deutschen mit Aktien auskennen und welches Verhältnis sie zu dieser Art von Wertpapieren haben. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung von mehreren deutschen Direktbanken. Diese sind Initiatoren der Aktion Pro Aktie und führen Bevölkerungsbefragungen dieser Art in regelmäßigen Abständen durch. Die neueste Studie stammt aus dem Januar 2018.

Reflektiert, aber vorsichtig

Wie die Untersuchung zeigt, befassen sich die Deutschen intensiv mit dem Nullzins-Umfeld und bilden sich ihre eigene Meinung: Ganze 64 Prozent der Befragten glauben, dass die Zinsen auf einem dauerhaft niedrigen Niveau bleiben werden. Anderer Meinung sind jene Bürger, die schon Erfahrung mit Wertpapiergeschäften haben: Von ihnen rechnet knapp ein Drittel mit einem baldigen Zinsanstieg.

Fast die Hälfte (46 Prozent) der Befragten zeigt sich mit ihrem Anlageverhalten unzufrieden: Sie sind der Ansicht, mehr aus ihrem Kapital erwirtschaften zu können. Unter den 25- bis 34-Jährigen glauben sogar 61 Prozent, ihr Potential nicht voll auszuschöpfen. Dennoch scheuen sich die Befragten davor, Geld aktiv anzulegen: Mehr als 40 Prozent würden weiter sparen, auch bei steigenden Zinsen. Das Sicherheitsbedürfnis scheint hier größer als der Wunsch nach Rendite.

Einschätzungen

Dieses Empfinden spiegelt sich auch in der Bewertung von Aktien wider: Die wenigsten Befragten stufen Aktien als sichere Anlageart ein. Vielmehr werden sie als Spekulationsobjekt (48 Prozent) wahrgenommen. Die Angst vor Verlusten (35 Prozent) und Fehlern bei der Anlage (30 Prozent) spielt hier eine wichtige Rolle. Höhere Sicherheit erwarten sich die Deutschen bei Immobilien, Aktienfonds und Edelmetallen. Allein Aktienbesitzer haben ein gesteigertes Vertrauen in Aktien als Anlageklasse.

Etwa die Hälfte der Befragten (54 Prozent) hat in der Vergangenheit schon einmal in Aktien investiert. Aktuell besitzt rund ein Drittel der Deutschen Wertpapiere – seien es Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Dabei sind durchschnittlich mehr als 28.000 Euro angelegt. Der Durchschnitts-Anleger ist laut der Erhebung häufiger männlich als weiblich und in der Regel zwischen 25 und 54 Jahre alt. Er kann ein vergleichsweise hohes Netto-Einkommen vorweisen und hat nicht selten einen akademischen Hintergrund.

Die vollständige Pro-Aktie-Studie finden Sie hier.

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