menu
Deutsche Wertpapiertreuhand
Login exit_to_app

Unmut über Strafzölle

Wer ist betroffen?

Anfang des Monats hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Strafzölle auf verschiedene Importwaren aus der ganzen Welt erheben zu wollen. Dies würde nicht nur die EU betreffen, sondern auch die Volksrepublik China. Im Rahmen seiner Protektionismus-Politik versucht Trump so, die einheimische Wirtschaft zu stärken. Für viele Importeure in die USA kämen die Strafzölle aber einem Handelskrieg gleich.

In den letzten Wochen und Tagen stellte sich daher vielerorts die Frage, wie auf die America-First-Politik des US-Präsidenten reagiert werden soll. Die Europäische Union wäre vor allem in Bezug auf Stahl- und Aluminium-Importe betroffen, weshalb man auf Verhandlungen und Annäherungen setzte. Dies scheint nun gewirkt zu haben: Laut Medienberichten sollen die EU-Staaten vorerst von den Strafzöllen ausgenommen werden. Auch Länder wie Australien, Südkorea, Brasilien und Argentinien werden vorerst offenbar nicht betroffen sein.

Gegenmaßnahmen

Anders sieht es bei der Volksrepublik China aus: Hier plant Donald Trump weiterhin, Strafzölle zu erheben. Von US-Seite wurde eine Zollhöhe von 60 Milliarden US-Dollar genannt. Speziell zielt man hier auf Produkte der Kategorie Bekleidung, Technik und Telekommunikation ab. Insgesamt sollen 1.000 verschiedene chinesische Importwaren betroffen sein.

Auf die Androhung eines Handelskriegs reagierte China indes offensiv. Aus Peking hieß es, man wolle nun auch gegen die Vereinigten Staaten Strafzölle verhängen, scheinbar in einer Höhe von drei Milliarden Dollar. Wie das chinesische Handelsministerium mitteilte, sollen vor allem Früchte, Weine, Metallrohre und Schweinefleisch aus den USA höher besteuert werden. Dennoch sei man von chinesischer Seite weiterhin bereit, den Zwist diplomatisch zu lösen.

Reaktionen

Der schwelende Konflikt schlug sich gleichzeitig auf die Börsen weltweit nieder. Der Deutsche Aktienindex (DAX) rutschte unter den Wert von 12.000 Punkten auf 11.928 Punkte. Das entspricht einem Verlust von 1,4 Prozent. Auch der Euro Stoxx 50 büßte rund ein Prozent ein und sackte damit auf einen Wert von 3316 Punkten.

Im asiatischen Raum reagierten die Indizes ebenfalls auf eine mögliche Konfrontation. Der japanische Nikkei-Index sank auf 20.618 Punkte und verlor damit 4,5 Prozent. Chinas wichtigster Aktienindex, der Shanghai Composite, lag am Freitag bei 3118 Zählern. Auch dies entspricht einem Verlust von 4,5 Prozent.

Weiterführende Links:

Weiterlesen:

09132 750300

Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr stehen wir Ihnen persönlich und diskret zur Verfügung.
Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail, unter Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.