Studienfonds – Die Anlage in Bildung

Alternativen

Viele Studierende finanzieren ihr Studium durch Nebenjobs oder bewerben sich auf Stipendien. Dies ist immer dann der Fall, wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen oder noch kein Arbeitgeber in Sicht ist, der eine monetäre Unterstützung leistet. Manche Studierende nehmen auch Studienkredite auf, die sie später abbezahlen müssen. Demgegenüber stehen Studienfonds: Sie sind eine weniger bekannte Möglichkeit der Ausbildungsfinanzierung. Hierbei werden Bildungsförderung und Kapitalanlage miteinander verbunden. Vorteile sollen dabei sowohl für die Studierenden, als auch für die Investoren entstehen.

Bei Studienfonds schließen die Studierenden einen sogenannten einkommensabhängigen Rückzahlungsvertrag mit dem Fondsanbieter ab. Das heißt: Für die Zeit ihres Studiums erhalten sie einen monatlichen Geldbetrag und zahlen später einen gewissen Prozentsatz ihres Gehaltes an den Fonds zurück. Zeitraum und prozentualer Anteil der regelmäßigen Rückzahlungen können dabei individuell festgelegt werden. In der Regel handelt es sich um drei bis zehn Prozent des künftigen Bruttoeinkommens.

Welche Aussichten?

Im Gegensatz zu Studienkrediten, die für gewöhnlich schon kurz nach Ende des Studiums abbezahlt werden müssen, können sich Absolventen bei Studienfonds also mehr Zeit lassen. Außerdem sind die Fonds-Anbieter nicht selten flexibler als Banken, etwa wenn es um die Finanzierung eines Auslandsaufenthalts während des Studiums geht.

Für Fonds-Investoren ergeben sich ebenfalls Vorteile, da die Ausschüttungen unmittelbar mit dem beruflichen Erfolg der Studierenden verbunden sind: Je höher deren späteres Einkommen, desto üppiger der Gewinn. Hier profitieren die Anleger von steigenden Reallöhnen für Hochschulabsolventen und einem vergleichsweise hohen Inflationsschutz. Allerdings sind nicht alle Studien- und Bildungsfonds Privatinvestoren zugänglich: Die verschiedenen Konzeptionen der einzelnen Fonds unterscheiden sich zum Teil sehr.

Nicht für jedermann

Die drei größten deutschen Studienfonds zeichnen sich durch deutlich divergierende Geschäftsmodelle aus. Während zwei von ihnen renditeorientiert arbeiten und Anlegern einen entsprechenden Ertrag bieten, wird der dritte Fonds ausschließlich spendenfinanziert betrieben.

Der älteste dieser deutschen Studienfonds wurde 2005 erstmals aufgelegt. Ursprünglich als Publikumsfonds geplant, richtet sich das Angebot heute exklusiv an institutionelle Anleger. Die Fonds eines zweiten Anbieters aus Frankfurt am Main sind hingegen auch privaten Investoren zugänglich: Ab einer Zeichnungssumme von 5.000 Euro ist hier ein Investment in Bildung möglich. Dem steht der drittälteste Studienfonds Deutschlands gegenüber, welcher sich an Spender als Geldgeber richtet. Neben Privatpersonen sind hier aber vor allem Institutionen und Unternehmen beteiligt.

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