Bertelsmann-Studie: Demographischer Wandel in Deutschland

Eine neue Studie befasste sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels in Deutschland: Die Bertelsmann Stiftung beauftragte hierfür das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) mit einer repräsentativen Umfrage. Mehr als 1.400 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden zu diesem Zweck interviewt.

Primär wollten die Forscher wissen, die der demographische Wandel in Deutschland wahrgenommen wird: Welche Befürchtungen gehen für die Menschen damit einher? Und welche Herausforderungen einer alternden Gesellschaft müssen nach Meinung der Befragten zukünftig gemeistert werden?

Angst vor Altersarmut

Wie die Studienergebnisse darlegen, verbinden die Deutschen mit dem demographischen Wandel vor allem Zukunftsängste. Ganze 65 Prozent der Interviewten sind der Meinung, dass eine alternde Gesellschaft mit zunehmenden Risiken für das Land verbunden ist. Lediglich 8 Prozent sehen hier auch neue Chancen und Möglichkeiten. Entsprechend denken 78 Prozent, dass diese Entwicklung das Land in vielen Bereichen sehr stark prägen wird.

Dies betrifft vor allem die Absicherung im Alter. Die Furcht vor Altersarmut plagt ganze 83 Prozent der Befragten – vor allem zunehmende Unsicherheiten im Feld der gesetzlichen Rente dürften hier eine Rolle spielen. Des Weiteren gehen 80 Prozent der Befragten von einer deutlich verlängerten Lebensarbeitszeit aus. Im Jahr 2015 lag das Durchschnittliche Rentenalter bei 64 Jahren. Laut einer Prognose aus dem Jahr 2016 könnte der Renteneintritt 2030 abschlagsfrei erst mit 71 Jahren erfolgen.

Welcher Lösungsweg?

Vor allem die Höhe der Grundrente scheint den Deutschen Sorgen zu bereiten: Ganze 72 Prozent der Befragten glauben, dass es in absehbarer Zeit nur noch eine geringe staatliche Rente geben wird. Diese dürfte gerade zur Finanzierung allgemeiner Grundbedürfnisse reichen. Aus diesem Grund sieht ein Großteil der Interviewten private Vorsorge als unerlässlich an.

Doch wie könnte die Problematik der Rentenfrage nachhaltig behoben werden? Die befragten Bundesbürger sehen hier aktuell keinen einheitlichen Lösungsweg: Lediglich 4 Prozent glauben, eine Kürzung der Renten könne Abhilfe schaffen. Demgegenüber stehen 35 Prozent, die weder eine Kürzung, noch eine Beitragserhöhung für sinnvoll halten. Auch eine Ausdehnung der Lebensarbeitszeit verneinen sie. Dies deckt sich mit dem Wunsch der Deutschen, möglichst früh in den Ruhestand zu gehen: Rund 25 Prozent hoffen auf einen Renteneintritt vor dem 64 Lebensjahr. Lediglich 12 Prozent wollen signifikant länger im Berufsleben bleiben.

Die vollständige Bertelsmann-Studie finden Sie hier.

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