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Fondsmanager – Quereinsteiger im Fokus

Expertenwissen

Immer wieder kommt es vor, dass fachfremde Quereinsteiger in der Finanzbranche Fuß fassen, um als Fondsmanager zu arbeiten. Eben diese spezielle Personengruppe stand nun im Fokus einer neuen Erhebung. Die aktuelle Studie der Universität Hohenheim in Stuttgart beschäftigte sich mit der Frage, wie gut die Performance jener Fonds ist, die von Branchen-Quereinsteigern betreut werden. Betrachtet wurden hierfür 130 Fondsmanager, die vor ihrem Karrierewechsel in dreißig unterschiedlichen Sektoren gearbeitet haben.

Zu ihnen zählen Ingenieure, Mediziner oder Getränke-Hersteller, die vor allem über Know-How in ihrer speziellen Sparte verfügen. Dies kommt ihnen laut der Studie bei den jeweils betreuten Themen-Fonds zugute: Bei Fonds in ihrem speziellen Fachbereich erzielten die Manager überdurchschnittlich gute Ergebnisse. So kann beispielsweise ein ehemaliger Arzt ein besonderes Gespür dafür entwickeln, welche Pharma-Aktien gute Performance liefern würden.

Neue Perspektiven

Dies beschränkt sich allerdings nur auf die Spezialgebiete der betrachteten Fondsmanager. Die Leiterin des Projekts, Prof. Dr. Monika Gehde-Trapp, erklärt hierzu: "In anderen Sektoren schneiden die Quereinsteiger [...] genauso gut ab wie die anderen Kollegen." Der Quereinstieg in die Branche ist also nicht per se ein Erfolgsgarant – vielmehr nutzen die Spezialisten ihre Expertise, um passende Wertpapiere für Nischen-Fonds auszuwählen.

Fondsgesellschaften kann dies durchaus Vorteile bringen. Gerade Themen-Fonds mit einer sehr speziellen Ausrichtung lassen sich durch das Know-How der Quereinsteiger verbessern, so das Ergebnis der Studie. Gleichzeitig scheinen die Quereinsteiger auch eine Art Trendsetter-Funktion erfüllen zu können: Kollegen folgen offenbar ihrem Beispiel, wenn sie als Spezialist bestimmte Branchen-Aktien kaufen oder veräußern.

Abstand halten

Um mit der Expertise als Branchenkenner im Fonds-Geschäft Erfolg zu haben, braucht es aber laut der Universität Hohenheim zumindest eine Voraussetzung: Quereinsteiger sollten nicht mehr ihrer ursprünglichen Profession nachgehen, sondern sich stattdessen hauptberuflich dem Fonds-Management widmen.

Denn wer noch in seiner ursprünglichen Branche verhaftet ist, trifft tendenziell schlechtere Investment-Entscheidungen, so die Forscher. Prof. Dr. Gehde-Trapp fasst dies folgendermaßen Zusammen: "Wenn also der Arzt noch als Arzt arbeitet, dann sollte man lieber nicht auf seine Investment-Tipps bauen." Ein gesunder Abstand vom früheren Berufsfeld ist also unerlässlich, um als Quereinsteiger in Fonds-Management nachhaltige Erfolge zu erzielen.

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