Deloitte-Studie: Fintechs im B2B-Geschäft

Moderne Fintechs haben in der Finanzbranche seit ihrem Entstehen vor einigen Jahren für Furore gesorgt: Klassische Banken wussten zunächst nicht, wie sie auf die digitale Konkurrenz reagieren sollten.

Inzwischen haben sich Fintechs jedoch etabliert und agieren dabei sowohl im Bereich B2C (Business-to-Consumer), als auch im B2B-Sektor (Business-to-Business). Eine aktuelle Studie des Nürnberger Wirtschaftsprüfers Deloitte beschäftigte sich explizit mit dem B2B-Geschäft von Fintechs – also mit der Beziehung zwischen Fintech-Start-Ups und (Bank-)Unternehmen.

Aktiv und vielfältig

Die Studie stellt zunächst fest: Im Jahr 2017 gab es in Deutschland 544 Fintechs, von denen sich 284 auf das B2B-Geschäft spezialisiert haben. Hiervon sind 103 mit dem Kundengeschäft von Banken befasst und betreiben Plattformen, die neue Kunden generieren sollen. Rund zwei Drittel dieser Firmenkunden-Fintechs ist mit Finanzierungsmaßnahmen befasst – die Studie spricht von komplementäre[n] Produktanbieter[n], welche für die Banken Provisionen erwirtschaften. Ein weiteres Drittel ist im Bereich Zahlungsverkehr aktiv. Als weitere Betätigungsfelder der B2B-Fintechs werden Accounting-Solutions und Immobilienwirtschaft genannt.

Für Banken und Finanzdienstleister sind die digitalen Lösungen aus verschiedenen Gründen interessant. Zum einen sorgen Fintechs mit ihrem Know-How für mehr Effektivität in den Finanzabteilungen. Zum anderen reduzieren sie Kosten und generieren höhere Transparenz. Die Fintech Hochburg ist weiterhin Berlin, gefolgt von München und Frankfurt am Main.

Vorsichtiges Herantasten

Mehr als die Hälfte der B2B-Fintechs werden laut der Erhebung als Herausforderer eingestuft. Das heißt, sie stehen mit ihren Business-Plattformen in direkter Konkurrenz zum Angebot der etablierten Banken. Lediglich 13 Fintechs gelten als Freunde der Banken: Sie sind eng mit dem jeweiligen Geldhaus verbunden, bieten Ihre Services aber weiterhin als unabhängiger Dienstleister an.

Fintechs werden von Banken sehr ambivalent betrachtet. Einerseits sehen die Kredithäuser sie als Konkurrenten im Kundengeschäft – vor allem versuchen B2B-Fintechs mittelständische Unternehmen als Kunden zu akquirieren. Andererseits werden B2B-Fintechs auch als potentielle Partner wahrgenommen, die man in bestehende Strukturen integrieren kann. Die Vorteile einer Zusammenarbeit haben die Banken also erkannt, allerdings zögert man offenbar noch bei der Umsetzung.

Die vollständige Deloitte-Studie finden Sie hier.

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