Wie legen junge Menschen an?

Wichtige Zielgruppe

Als sogenannte Generation Y werden in unserer Gesellschaft jene jungen Menschen bezeichnet, die in den Jahren 1980 bis 2000 geboren wurden. Diese spezielle Bevölkerungsgruppe, deren Angehörige aufgrund ihrer Internet-Affinität auch häufig als Digital Natives bezeichnet werden, ist für viele Branchen von großem Interesse. Die Generation Y gilt als digital vernetzt, kritisch und konsumfreudig und ist aufgrund ihrer uneinheitlichen Lebensentwürfe häufig schwer zu fassen.

Für Vermögensverwalter und Banken ist es beispielsweise interessant, wie die Digital Natives mit den Themen Geldanlage und Vermögensaufbau umgehen. Eine Studie der Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) aus dem Jahr 2016 etwa beschäftige sich mit dem Verhältnis junger Erwachsener zur Geldanlage. Befragt wurden hierfür über 500 Studierende zwischen 18 und 35 Jahren. Unter anderem sollte das allgemeine Finanzwissen der Generation Y getestet und ihr Anlageverhalten untersucht werden.

Know-How und Vertrauen

Laut der Erhebung schätzen 41 Prozent der Interviewten ihr Finanzwissen als sehr gut ein. Dieses subjektive Empfinden wurde von den Forschern zudem anhand eines Fragebogens getestet. Dabei zeigte sich: Die Generation Y verfügt tatsächlich über fundierte Finanzkenntnisse. Diejenigen mit einem subjektiv guten Finanzwissen beantworteten ganze 95 Prozent der gestellten Fragen korrekt. Insgesamt wiesen 61 Prozent der Befragten ein mittleres bis gutes Fachwissen im Finanzbereich auf.

Im Bereich der Geldanlage setzen die Interviewten vor allem auf klassische Anlageobjekte wie Tagesgeld, Aktien und Fonds. Kein einziger der Befragten gab an, überhaupt kein Kapital angelegt zu haben. Dieser Wille zum Investment setzt aber auch ein vertrauensvolles Verhältnis zu Banken und Finanzdienstleistern voraus: Ganze 98 Prozent wünschen sich, ihrer Bank stärker vertrauen zu können. Hohe Sicherheitsstandards wünschen sich zudem 95 Prozent. Hierbei zeigt sich, dass die Generation Y von Bankenseite noch einige Defizite wahrnimmt.

Reflektiert und vorsichtig

Zudem betrachten junge Menschen die Geldanlage sehr rational und reflektiert, wie eine Studie des Versicherungsunternehmens AXA aus dem Jahr 2017 darlegt. Lediglich 15 Prozent der 18- bis 24-jährigen Befragten waren der Meinung, dass Vermögensbildung eine Frage des Glücks sei. Unter den über 55-jährigen Interviewten vertrat hingegen fast ein Drittel (30 Prozent) diese Ansicht.

Allerdings zeigte die Erhebung der FOM auch, dass die Digital Natives in Bezug auf Mobile Banking erstaunlich reserviert sind. Anders als in anderen Ländern wollen junge Deutsche überwiegend nicht mit dem Smartphone bezahlen, sondern greifen lieber auf Kreditkarte, Lastschrift und Bargeld zurück. Der Online-Bezahldienst PayPal findet sich nur auf Platz 5 der beliebtesten Bezahlmöglichkeiten – das Mobile-Payment-Angebot Paydirekt von Banken und Sparkassen wird hingegen kaum nachgefragt.

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