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Immobilien und Altersvorsorge

Home Sweet Home?

Immer mehr Deutsche sind angesichts des sinkenden Rentenniveaus verunsichert und wollen sich nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Entweder planen sie, zukünftig privat vorzusorgen – oder sie tun es bereits. Dem Privatanleger bieten sich bei der Vorsorge zwar einige Möglichkeiten, besonders beliebt bei vielen Bundesbürgern sind aber weiterhin Immobilien.

Laut einer Studie der Versicherungsgruppe Die Bayerische aus dem Jahr 2017 setzt ein Großteil der Befragten auf eigene Häuser oder Wohnungen. Ganze 24 Prozent möchten in selbst genutzte Immobilien als Altersvorsorge investieren. Weitere 19 Prozent planen, Wohneigentum zu vermieten. Damit sehen fast drei Viertel der Befragten Immobilien als beste Form der Altersvorsorge an. Auf den folgenden Plätzen stehen Bausparverträge (19 Prozent), private Rentenversicherungen (18 Prozent) und Fonds (16 Prozent).

Ein guter Ruf

Die Vorstellung von Immobilien als besonders sichere Anlageart ist dabei offenbar fest in den Köpfen der Deutschen verankert. Auswertungen des Online-Portals Statista decken sich dabei mit der vorangegangenen Studie. Hier wurden die Interviewten gefragt, welche Rolle Immobilien ihrer Meinung nach zukünftig im Bereich der Altersvorsorge spielen werden. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) schrieben dem eigenen Haus dabei eine große Rolle zu.

Dies spiegelt sich auch im Ranking der beliebtesten Wertanlagen in Deutschland wider. So gaben in einer weiteren Umfrage von Statista aus dem Jahr 2017 insgesamt 26 Prozent der Befragten an, ihr Geld aktuell in Immobilien zu investieren. Insgesamt scheint man in Deutschland auf die Wertstabilität von Wohneigentum zu vertrauen. So sehr, dass man es auf lange Sicht als besonders geeignete Altersvorsorge ansieht. Wer ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung bewohnt, umgeht im Alter Mietkosten. Gleichzeitig ist es möglich, Wohnraum zu vermieten und so weitere Einnahmen zu generieren.

Bedeutung von Immobilien bei der Altersvorsorge (Statista)

Nichts ist sicher

Der zurzeit boomende Immobilienmarkt – in deutschen Metropolen ebenso wie in mittelgroßen Städten – schürt die Hoffnung auf einen Wertzuwachs, auch im Alter. Dennoch wurden in den letzten Jahren immer mehr warnende Stimmen laut, die die Wertstabilität von Immobilien infrage stellen. So etwa die Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, Claudia Maria Buch. Sie gab in einem kürzlich gegebenen Interview zu bedenken, dass die Immobilienpreise nicht für immer steigen werden. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins erhöhen, könnten viele Finanzierungsmodelle ins Wanken geraten, so Buch. Preisverfall ist also auch bei Wohneigentum nicht ausgeschlossen, vor allem, wenn der Immobilienmarkt zur Überhitzung tendiert. Manche Experten sprechen sogar von einer drohenden Blase, etwa der Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen.

Wie soll der Anleger also reagieren, vor allem in Bezug auf die Altersvorsorge? Sollte er auf Immobilien setzen oder lieber davon Abstand nehmen? Viele Marktbeobachter sind sich einig, dass Diversifikation hier das probateste Mittel ist. Das bedeutet: Wer sein Geld neben Immobilien auch in andere Anlageklassen investiert, minimiert das Risiko eines großen Verlustes. Die Altersvorsorge würde damit auf verschiedenen Stützen ruhen, die im besten Fall auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten sind.

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