Was wird aus der Grundsteuer?

Mögliche Neubewertungen

Bei der Grundsteuer in Deutschland handelt es sich um eine Abgabe, die fast jeder Bürger in der einen oder anderen Form leisten muss: Grundstücksbesitzer, die in ihrem eigenen Haus wohnen, zahlen die Steuer ebenso wie Mieter – letztere meist über den Umweg der Nebenkosten. Berechnet wird die Grundsteuer laut dem Grundsteuergesetz (GrStG) anhand des Grundstückswertes. In der Bundesrepublik wird die Steuer individuell von den Kommunen erhoben.

Dennoch gibt es hier laut einiger Experten ein Problem: Die Bemessungskriterien für den Wert eines Grundstücks stammen aus dem letzten Jahrhundert und sind nach Expertenmeinung nicht mehr zeitgemäß. In den Alten Bundesländern orientiert man sich an Richtlinien aus dem Jahr 1964, in den neuen Bundesländern stammen sie aus dem Jahr 1935. Da hier Verzerrungen bei der Wertschätzung – und dadurch bei der Höhe der Steuer – entstehen könnten, will sich das Bundesverfassungsgericht nun des Falls annehmen. Am Dienstag wird es prüfen, ob die Grundsteuer in ihrer jetzigen Form bestehen bleibt oder reformiert wird. Für Grundstücksbesitzer könnte eine künftige Neubewertung im Einzelfall zu einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Steuer führen.

Reduktion oder Ende?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, ihre Anleihenkäufe 2018 reduzieren zu wollen. Die ursprünglich 80 Milliarden Euro für monatliche Unternehmens- und Staatsanleihenkäufe schrumpfte sie zunächst auf 60 Milliarden Euro. Seit Januar 2018 investiert die EZB nurmehr 30 Milliarden Euro im Monat. Laut Ardo Hansson, dem estnischen Notenbankchef, könnten die Anleihenkäufe ab September 2018 sogar komplett eingestellt werden.

Dies ließ Hansson kürzlich in einem Interview durchblicken. Die positive konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum gäbe laut Hansson Anlass, die Anleihenkäufe noch in diesem Jahr zu beenden. Zustimmung erhielt Hansson indes vom Notenbankchef Österreichs, Ewald Nowotny: Auch dieser stellte ein Ende der Anleihenkäufe 2018 in Aussicht.

Höhere Inflation

Laut einer neuen Erhebung des Statistischen Bundesamtes ist die Inflation in Deutschland 2017 gestiegen. Durch höhere Lebensmittel- und Energiepreise entstand der größte Inflationsanstieg seit fünf Jahren: So ergab sich im letzten Jahr eine Inflation von 1,8 Prozent. Im Jahr 2012 lag der Wert bei 2,0 Prozent. Zum Vergleich: In den Jahren 2016 und 2015 lag die Inflationsrate bei lediglich 0,5 bzw. 0,3 Prozent.

Neben Energie und Nahrungsmitteln trugen auch gestiegene Mieten zur erhöhten Inflation bei. Laut Experten dürften sich die Verbraucherpreise 2018 aber nicht signifikant verändern: Ökonomen rechnen mit einer ähnlichen Inflationsrate wie im vergangenen Jahr. Diese dürfte zwischen 1,7 und 1,9 Prozent liegen.

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