Anlegermonitor Dezember 2017: Überlegungen am Jahresende

Zum Ende des Jahres 2017 hat die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner erneut nach den Empfindungen und Einschätzungen ihrer Mandanten befragt.

Einschätzungen und Stimmungen

Welche Themen beschäftigten die Mandanten besonders und wie beurteilten sie das Umfeld zur Vermögensanlage am Jahresende? Nicht überraschend wagten dabei viele Mandanten im Dezember einen ersten Blick ins Jahr 2018.

Auch diesmal haben unsere Senior Partner die aktuelle Stimmung der Mandanten in Form einer Skala angeben können. Die Werte von 1 bis 10 standen dabei aufsteigend für die Zuversicht der Mandanten in Bezug auf das momentane Umfeld zur Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Die Stimmungslage unserer Mandanten war dabei positiver als im November 2017. Am häufigsten wurde im Dezember der Wert 6 genannt, mehr als ein Viertel der Mandanten war also leicht positiv gestimmt. Insgesamt rangierten 74 Prozent der Bewertungen zwischen den Werten 6 und 10.

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von exakt 6 gegeben: Unsere Mandanten waren im Dezember bezüglich der Vermögensanlage also mehrheitlich optimistisch. Die Standardabweichung der erhobenen Werte liegt außerdem bei 1,52.

Wertpapierhandel und Marktentwicklungen

Zum Ende des Jahres beschäftigte unsere Mandanten vor allem die Bewegung auf den Wertpapiermärkten. Aktuelle Kursanstiege und mitunter hohe Bewertungen ließen nicht selten die Frage aufkommen, ob man im Dezember noch investieren solle. Einige Mandanten hofften auch auf eine Kursrallye zum neuen Jahr. Welches Finanzinstrument wäre in diesem Fall das passende? Mit dergleichen Überlegungen verbunden blieb aber auch die Furcht vor einem möglichen Crash: Wie lange hält der Aufschwung an? Wann endet die Hausse?

Auch die in den Medien viel diskutierten Kryptowährungen – allen voran Bitcoin – ließen die Mandanten aufhorchen. Viele fragten sich, wie die turbulente Kursentwicklung in diesem Markt einzuordnen ist. Auch die Blockchain-Technologie war in diesem Kontext für die Anleger von Interesse. Generell beschäftigten sich unsere Mandanten mit möglichen Entwicklungen 2018. Wird die Konjunktur im kommenden Jahr weiter steigen? Überhitzt der Immobilienmarkt in Deutschland? Und wie handhabt die EZB die Zinsentwicklung?

Nicht zuletzt beschäftigen unser Mandanten auch die gesetzlichen Änderungen im Bereich des Wertpapiergeschäftes. Speziell waren hier die neuen Vorschriften im Rahmen von MiFID II relevant.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Kursanstiege, Anlageüberlegungen & Crash-Potentiale
  • Kryptowährungen & Blockchain
  • Wirtschaftliche Entwicklung & Zinsen
  • Immobilienmarkt
  • MiFID II

Nationale und internationale Politik

Die politische Ebene war im Dezember 2017 ebenfalls von großem Belang. Besonders die schwierige Regierungsbildung in der Bundesrepublik stach hier hervor. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche blickten unsere Mandanten interessiert den GroKo-Verhandlungen entgegen. Gleichzeitig wirkte der politische Schwebezustand auch verunsichernd. Einige Themenbereiche, die unsere Anleger beschäftigen, wurden damit in den Frühling 2018 verschoben. So etwa die kommende Steuergesetzgebung, deren konkrete Ausformung weiterhin ungewiss bleibt.

Ebenso undurchsichtig erschien vielen unserer Mandanten die Politik von US-Präsident Trump. Egal ob in Bezug auf die US-Steuerpolitik oder im schwelenden Konflikt mit Nordkorea – Trumps politische Agenda lässt nicht wenige der Anleger ratlos zurück.

Politischen Ungewissheiten gegenüber standen im Dezember hingegen einige Themen, die schon in den vergangenen Monaten von Relevanz waren: Unternehmertum etwa, aber auch Nachfolgeregelungen und die generelle unternehmerische Entwicklung im jahr 2018.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Regierungsbildung in der Bundesrepublik
  • Steuergesetzgebung 2018
  • US-Politik
  • Unternehmertum

Insgesamt waren unsere Mandanten im Dezember 2017 noch positiver gestimmt als im November: Die günstige Marktlage ist für viele zwar ein Grund zur Freude, befeuert aber auch Sorgen um einen möglichen Crash. Vor allem die langwierigen Regierungsverhandlungen in Deutschland verunsicherten im Dezember unsere Mandanten.

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