Krypto überall

Immer noch begehrt

Kryptowährungen, Blockchains, Bitcoin: Kaum ein Sujet sorgte im vergangenen Jahr für so viel Aufsehen in der Finanzbranche wie das Krypto-Thema. Von allen Digital-Währungen wurde dabei über Bitcoin am meisten diskutiert. Seinen bisherigen Höchststand erreichte er Ende Dezember 2017 mit rund 20.000 US-Dollar. Danach stürzte der Kurs ab und landete bei aktuell 14.800 US-Dollar. Wer mit dem hochspekulativen Finanzprodukt im letzten Jahr einen Gewinn erzielt hat, kann sich zwar freuen – muss aber womöglich Steuern nachzahlen. Der Bitcoin-Handel unterliegt nämlich den Bestimmungen für Spekulationsgeschäfte. Erträge daraus müssen dann versteuert werden, wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als ein Jahr liegt. Da viele Spekulanten den Bitcoin nur kurz gehalten haben dürften, werden für sie wohl Zahlungen ans Finanzamt fällig.

Dass der Hype um Krypto-Währungen und die Blockchain auch kuriose Ausmaße annehmen kann, zeigt sich im Bereich des Produktmarketings. Immer mehr Firmen versehen sich mit dem Label Blockchain, obwohl sie überhaupt nichts mit der Technologie zu tun haben. So etwa der amerikanische Eistee-Hersteller Long Island Iced Tea Corporation, welcher sich seit kurzem Long Blockchain Corporation nennt. Die Verbindung zur Blockchain-Technologie bleibt indes vage. Dennoch schoss der Aktienkurs des Unternehmens zeitweise um 450 Prozent in die Höhe.

Mehr Transparenz?

Seit Anfang des Jahres – genauer gesagt seit dem 6. Januar 2018 – haben Arbeitnehmer ein Recht darauf, die Gehaltshöhe ihrer Kollegen zu erfragen. Das sogenannte Entgelttransparenzgesetz gibt Angestellten die Möglichkeit, einen Überblick über die Gehälter von Mitarbeitern mit ähnlicher Qualifikation und Position zu erhalten. Einzelne Kollegen können dadurch aber nicht beleuchtet werden: Auskunft wird nur über Gruppen mit mindestens sechs Personen erteilt. Dabei wird der Median des Gehalts ermittelt. Auch muss das betreffende Unternehmen mindestens eine Größe von 200 Mitarbeitern haben. Außerdem dürfen nur Kollegen bzw. Kolleginnen des jeweils anderen Geschlechts durchleuchtet werden.

Das Entgelttransparenzgesetz soll vorrangig dazu dienen, geschlechtsbedingte Ungleichheiten im Job zu beseitigen und eine konstruktive Diskussion anzuregen. Vor allem weiblichen Angestellten möchte der Gesetzgeber eine Möglichkeit bieten, auf eventuelle Gehaltsunterschiede aufmerksam zu machen. Denn laut aktuellen Studien verdienen Frauen rund 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Einige Experten sind jedoch skeptisch, ob das neue Gesetz die Situation verbessern kann.

Neue Richtlinie

Ab dem 13. Januar 2018 haben Bankkunden in Deutschland die Möglichkeit, ihre Kontodaten an Dritte weiterzugeben. Dies ermöglicht das Ge­setz zur Um­set­zung der Zwei­ten Zah­lungs­diens­te­richt­li­nie, kurz PSD2. Die Hausbank hat damit nicht mehr die Hoheit über entsprechende sensible Informationen – der Kunde kann selbst entscheiden, ob er das Bankgeheimnis aushebeln will.

Dies kann durchaus Vorteile bringen, etwa im Bereich des Online-Zahlungsverkehrs. Anbieter wie Paypal könnten künftig Beträge direkt vom Konto des Nutzers abbuchen und weiterleiten. Der Umweg über die Bank bliebe aus. Allerdings warnen Experten davor, zu freigiebig mit den eigenen Daten zu sein. Wenn ein Dienstleister einmal die entsprechenden Zugangsinformationen hat, kann er bestimmte sensible Kontodaten frei auslesen. Um Missbrauch vorzubeugen, sollen daher alle entsprechenden Dienstleister von der BaFin überwacht werden.

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