Lösungen aus London

Kreative Wege zum Eigenheim

London ist eine der teuersten Städte der Welt. Wer in der britischen Hauptstadt eine Wohnung mieten will, muss mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von rund 2.000 Euro rechnen. Immobilienkäufer haben es noch schwerer: Die Preise für Häuser in London betragen mindestens eine halbe Million Pfund – dies entspricht etwa 565.000 Euro. Wer also nicht über ein entsprechend hohes Eigenkapital verfügt, wird hier nur schwerlich eine passende Bleibe finden.

Dennoch gibt es in der Stadt an der Themse einige Initiativen, die Wohnraum – sowohl zum Kaufen als auch zum Mieten – wieder bezahlbar machen wollen. Eines dieser Projekte nennt sich Naked House: Dabei werden Immobilien in ihrem Rohzustand verkauft, um die Preise zu senken. Das Gebäude besteht daher nur aus nackten tragenden Wänden, der Belag für den Betonboden fehlt, selten findet sich eine funktionierende Küche. Käufer müssen für die vollständige Sanierung ihrer neuen Immobilie selbst sorgen – dafür liegen die Preise aber 25 Prozent bis 40 Prozent unter den marktüblichen Konditionen. Insgesamt 22 Apartments sollen so künftig in Nord-London entstehen.

Neue Konkurrenz für Banken?

Der US-amerikanischer Zahlungsdienstleister PayPal gilt als Marktführer der Branche. Mit PayPals Hilfe lassen sich Geldtransaktionen im Internet abwickeln – die Sicherheitsstandards gelten als recht hoch. Lange Jahre war das 1998 gegründete Unternehmen das einzige seiner Art im Bezahl-Sektor, was ihm bis heute eine enorme Marktmacht verleiht. Viele Nutzer von PayPal bleiben dem Dienst daher treu und sehen keinen Anlass, zur Konkurrenz zu wechseln. Das von einigen deutschen Banken ins Leben gerufene Paydirekt etwa kann dem Konkurrenten aus Kalifornien in Sachen Nutzerzahlen bisher nicht das Wasser reichen.

Nun plant PayPal offenbar, auch ins Bankengeschäft einzusteigen. Wie es scheint, hat der Tech-Riese in das deutsche Start-Up Weltsparen.de investiert. Das Fintech-Unternehmen, welches international unter dem Namen Raisin agiert, existiert seit 2013. Laut eigener Aussage hat die junge Firma aktuell rund 100.000 Kunden und agiert in 30 Ländern.

Den Hut nehmen

Dass manche Traditionsunternehmen trotz ihres Prestiges falsche Wege gehen und damit ihre Zukunftsfähigkeit verspielen können, zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Bekleidungsbranche. Konkret geht es um den Huthersteller Borsalino, welcher nun offenbar Insolvenz angemeldet hat. Borsalino ist seit über 150 Jahren für seine handgefertigten Luxushüte bekannt, welche bis zu 400 Euro pro Exemplar kosten können.

Dennoch scheint das Unternehmen in der Vergangenheit einige Fehler gemacht zu haben: Ein ehemaliger Investor hat der Firma mit seinen Entscheidungen offenbar geschadet, zudem ist ein Schuldenberg von 30 Millionen Euro entstanden. Wie es mit dem 1857 in Piemont gegründeten Betrieb nun weitergeht, ist ungewiss – auch ein genereller Produktionsstopp soll möglich sein. Bekannt wurde Borsalino unter anderem durch seine Fedora-Hüte, welche in Filmen wie Casablanca oder Jäger des verlorenen Schatzes prominent in Szene gesetzt wurden.

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