Deutsche Sparfüchse

Jeder Vierte spart erfolgreich

Eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Innofact beschäftige sich mit dem Sparverhalten der Deutschen. Im Auftrag des Bonner Finanzinstituts Norisbank wurden im Oktober diesen Jahres rund 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Schon im letzten Jahr wurde eine ähnliche Umfrage durchgeführt, bei der mehr als die Hälfte der Interviewten bestätigte, künftig mehr sparen zu wollen. Es zeigte sich nun, dass viele Deutsche ihre guten Spar-Vorsätze eingehalten haben: Rund 25 Prozent gaben 2017 laut der Erhebung weniger Geld aus als noch 2016. Ihnen gegenüber steht ein großer Teil der Befragten, welcher nicht so diszipliniert war: Fast 45 Prozent gaben zu, ihre Sparziele nicht erreicht zu haben.

Besonders tüchtige Sparer leben laut der Studie im Norden und im Süden Deutschlands. Rund 27 Prozent haben hier ihre Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr reduzieren können. Vielen Sparern (54 Prozent) ist offenbar vor allem die Sicherheit wichtig, welche finanzielle Rücklagen vermitteln. Die aktuelle Nullzins-Phase hat auf das deutsche Sparverhalten aber anscheinend keinen Einfluss.

Wohnen kostet besonders viel

Für welche Dinge des täglichen Lebens geben die Deutschen wie viel Geld aus? Dieser Frage ging eine neue Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nach. Bundesbürger wurden dabei über ihr Konsumverhalten im Jahr 2016 befragt. Hier wurde deutlich: Essentielles wie Lebensmittel, Kleidung und Wohnraum bilden für die Interviewten rund die Hälfte ihrer Konsumausgaben (54 Prozent). Dem Faktor Wohnraum kam dabei eine besondere Bedeutung zu: Er machte allein 35 Prozent der Ausgaben aus. Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten in diesem Bereich auf 877 Euro.

Recht klein nehmen sich demgegenüber die Ausgaben für Kleidung und Ernährung aus. Durchschnittlich 342 Euro gaben die Deutschen 2016 für Lebensmittel aus, neue Kleidungsstücke kosteten hingegen 108 Euro. Fast ebenso viel wie in Essen und Trinken investierten die Befragten in ihre Mobilität: 335 Euro Kosten Auto, Bus und Bahn durchschnittlich. Insgesamt beliefen sich die Durchschnittskosten pro Monat im vergangenen Jahr auf 2.480 Euro.

Die Marktmacht ausweiten?

Obwohl die Deutschen immer häufiger im Internet einkaufen und Online-Shopping längst salonfähig geworden ist, gilt der Einzelhandel noch lange nicht als ausgestorben. Ganz im Gegenteil: Einen großen Teil des Umsatzes generieren weiterhin stationäre Läden in den Innenstädten. Dass den Deutschen ihr Bummel durch Shopping-Alleen und Einkaufszentren offenbar wichtig ist, hat auch der Versand-Riese Amazon erkannt. Dieser plant nun laut Medienberichten eigene deutsche Läden jenseits des Online-Geschäfts.

In den USA ist Amazon diesen Schritt schon gegangen – wann es auch in der Bundesrepublik erste Filialen geben wird, wollte man indes von offizieller Stelle nicht konkretisieren. Soviel ist aber sicher: Amazon dürfte mit eigenen Läden den stationären Handel in Deutschland aufmischen.

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