Vorsorge als Chefsache

Die Lücke schließen

In vielen kleinen und mittelständischen Betrieben in Deutschland ist es selbstverständlich: Der Firmeneigentümer ist gleichzeitig auch der Geschäftsführer. Möglich ist auch, dass er als angestellter Geschäftsführer fungiert und kein Gesellschafter ist. Spätestens wenn sich die berufliche Laufbahn dem Ende nähert, denken viele Geschäftsführer über ihre Altersvorsorge nach: Für sie existiert allerdings keine standardisierte Rentenlösung. Ohne eine zusätzliche Vorsorge kann diese Personengruppe auf gerade einmal die Hälfte ihres letzten Netto-Monatseinkommens hoffen.

Dieses setzt sich dann zusammen aus der Grundsicherung der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), für welche bis 2020 ein Mindestrentenniveau von 46 Prozent netto prognostiziert wird. Bis 2030 soll das Niveau auf 43 Prozent sinken. Mit diesen Geldern entsteht also eine deutliche Versorgungslücke, die laut Experten mit verschiedenen Instrumenten geschlossen werden kann. Generell haben Geschäftsführer zwei Möglichkeiten: Entweder private oder betriebliche Vorsorge. In der Regel sehen Experten bei der betrieblichen Altersvorsorge hier die günstigeren Bedingungen. Vollständig von der Firma finanziert wird etwa die sogenannte Pensionszusage. Hierbei erhält der Geschäftsführer maximal 74 Prozent seines letzten Gehalts. Weitere Möglichkeiten sind die rückgedeckte Pensionszusage und die Unterstützungskasse. Beide bieten vergleichbare Effektivität, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Kaufen und Schätzen

In vielen Metropolen Deutschlands steigen die Preise für Immobilien weiter an. Die Deutsche Bundesbank hat kürzlich ermittelt, dass die Kaufpreise in Ballungsräumen wie Berlin, München und Hamburg 2016 um fast 30 Prozent gestiegen sind. In kleineren, sogenannten 1-B-Städten, wurden ebenfalls Preiserhöhungen von rund 26 Prozent ermittelt. Vor allem für Investoren, die mit einem Hauskauf Mieteinnahmen generieren wollen, ist diese Entwicklung ungünstig: Da die Mietpreise in den letzten Jahren nur unmerklich gestiegen sind, erzielen Vermieter aktuell kaum Gewinn. Laut Expertenmeinung gibt es aber immer noch deutsche Städte, in denen sich der Immobilienkauf lohnt – wichtig sei eine überdurchschnittlich hohe Mietrendite in Verbindung mit künftigem Städtewachstum. Leipzig und Dresden sind offenbar solche Kandidaten, ebenso wie Bamberg in Oberfranken.

Beim Immobilienkauf oder -verkauf ist es daher wichtig, aktuelle Preise vergleichen und einordnen zu können. Wer hierfür keinen Sachverständigen engagieren will, hat mittlerweile die Möglichkeit einer Online-Schätzung. Anhand eingegebener Daten wie Baujahr, Zustand und Lage errechnet das Programm dann einen realistischen Immobilienwert. Diese Verfahren ist aber nur dann sinnvoll, wenn das Gebäude in die vorgefertigten Kategorien passt. Bei speziellen oder ausgefallenen Immobilien kommt man um eine Expertenmeinung also eher selten herum.

Rekorde und Rabatte

Vor rund einem Monat wurde das Gemälde Salvator Mundi, welches dem Renaissance-Meister Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) zugeschrieben wird, für einen Rekordpreis von 450 Millionen US-Dollar (rund 381 Millionen Euro) versteigert. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, wer der Käufer ist – seine Identität blieb geheim. Wie US-Medien nun ermittelten, handelt es sich dabei offenbar um den Kronprinzen Saudi-Arabiens, Mohammed bin Salman. Dieser hat das Kunstwerk anscheinend über einen Mittelsmann in New York ersteigern lassen. Laut Medienberichten soll Salvator Mundi zunächst im neu eröffneten Louvre-Ableger in Abu Dhabi präsentiert werden.

Dass klassische wie zeitgenössische Kunst auf Auktionen zum Teil sehr hohe Erlöse erzielen kann, ist bekannt. Eine neue Studie der Luxembourg School of Finance (LSF) hat in Zusammenarbeit mit Forschern aus Großbritannien, den USA und Australien nun herausgefunden, dass die Werke männlicher Künstler dabei deutlich höher bewertet werden als jene ihrer Künstler-Kolleginnen. Gemälde und Skulpturen von Männern erzielten im Durchschnit 48.000 US-Dollar, während die Kunstwerke von Frauen auf durchschnittlich 25.000 US-Dollar kamen. Berücksichtigt bei der Erhebung wurden knapp 1,5 Millionen Daten aus dem Zeitraum 1970 bis 2013.

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