Fintechs im Reich der Mitte

Wachsende Märkte

Weltweit sind in den letzten Jahren Fintech-Unternehmen gegründet worden: Firmen, die den Finanzmarkt mit innovativen, häufig digitalen Tools und Services bereichern wollen. Fintechs entstehen an den verschiedensten Orten und mit den verschiedensten Hintergründen. Bei manchen handelt es sich um Start-Ups, die eigene Lösungen für die Branche entwickeln, etwa in Form von Robo Advisors (Weiterlesen). Andere sind Teil großer, global agierender Konzerne. Sie alle eint der Wunsch, dem digitalen Zeitalter auch im Bereich der Finanzen zu begegnen.

Ein stark expandierender Markt auf diesem Gebiet ist China. Zahlen des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young (EY) aus dem Jahr 2016 belegen Chinas Führungsrolle im Fintech-Sektor: So wurden in den Jahren 2015 und 2016 rund 8,8 Milliarden US-Dollar in chinesische Fintechs investiert – mehr als in jedem anderen Land. Auch bei Themen wie E-Commerce und Bargeldlosem Bezahlen mischt China vorne mit: Fast 50 Prozent des weltweiten Online-Handels wird inzwischen im Reich der Mitte abgewickelt. Vorreiter beim bargeldlosen Bezahlen ist der Anbieter Tencent mit seiner WeChat-App – Bezahlvorgänge werden hier vor Ort über das Smartphone abgewickelt. Laut Tencent nutzen die App zurzeit 900 Millionen Menschen.

Don't Trust The Hype?

Die Krypto-Währung Bitcoin ist in aller Munde, spätestens seitdem das Digital-Geld die magische 10.000-US-Dollar-Marke überschritten hat. Zwar brach der Kurs kurz danach wieder ein und liegt zurzeit bei knapp unter 9.000 US-Dollar – der Hype um Bitcoin bleibt aber ungebrochen. Wie nun eine repräsentative Erhebung des Umfrageinstituts Civey im Auftrag von Spiegel Online ergab, ist der Bitcoin inzwischen fast allen Deutschen ein Begriff. Ganze 96 Prozent haben bereits von der Cyber-Währung gehört. Gegenüber einem potentiellen Kauf sind die Deutschen aber eher misstrauisch und wissen offenbar um die hohen Risiken des Bitcoin-Handels: Nur 4,3 Prozent der Befragten besitzen bereits Bitcoins. Auf die Frage, ob sie denn einen entsprechenden Kauf planen, antworteten hingegen 77 Prozent mit Nein, auf keinen Fall oder Eher nein.

Auch wenn man in Deutschland Krypto-Währungen also eher skeptisch gegenübersteht, wird weltweit viel Hoffnung auf neue digitale Geldmodelle gesetzt – aus verschiedensten Gründen. Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro etwa kündigte jetzt eine eigene Cyber-Währung für sein Land an. Mit dem sogenannten Petro soll die Wirtschaftskrise im Land bekämpft und ein eventueller Staatsbankrott verhindert werden.

Was die Zukunft bringt

Über viele Jahre hinweg prägten die sogenannten Hypermarchés das Bild des Einzelhandels in Frankreich: Es handelt sich um große Einkaufstempel mit Flächen von bis zu 10.000 Quadratmetern. Dort ließ sich jeder nur erdenkliche Artikel des täglichen Lebens kaufen. Inzwischen liegen diese großen Kaufhäuser in vielen französischen Gewerbegebieten aber verlassen da. Vor allem jüngere Kunden scheinen den Massenhandel zu meiden und bestellen heutzutage lieber im Internet. Treuer gegenüber den Hypermarchés sind hingegen ältere Käufer. Wie die Zukunft der Hypermarchés aussieht ist indes unklar: Carrefour, der größte Anbieter in Frankreich, will in Kürze einen Strategieplan präsentieren. Andere Marktteilnehmer haben ihre Geschäfte bereits verkleinert und wollen sich stärker auf eine Produktkategorie fokussieren.

Da die Konkurrenz durch das Internet immer größer wird, muss der stationäre Handel also neue Wege gehen – auch in Deutschland. Ein Elektronik-Markt in Berlin setzt daher auf einen hauseigenen Roboter als verkaufsfördernde Maßnahme. Paul, so der Name des Serviceroboters, ist einerseits als Marketing-Coup zu betrachten. Andererseits soll er Kunden aber auch bei der Produktauswahl helfen. Dies scheint aufgrund technischer Probleme zwar noch nicht so gut zu klappen – dennoch sollen Roboter für den stationären Handel in Zukunft immer wichtiger werden.

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