Anlegermonitor November 2017: Ungetrübte Stimmung

Einmal im Monat bittet die Deutsche Wertpapiertreuhand ihre Senior Partner, an einer internen Umfrage teilzunehmen: Es geht um die Frage, wie die Mandanten das momentane Umfeld für die Vermögensanlage beurteilen und welche Themen sie besonders bewegen.

Einschätzungen und Stimmungen

Wo sehen unsere Mandanten die größten Chancen, Risiken und Möglichkeiten ihrer Vermögensentwicklung? Und welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen? Auf Grundlage der ausgewerteten Daten entsteht so regelmäßig der Anlegermonitor: Ein spezifisches Bild, das die Stimmung unter unseren Mandanten einfängt.

Wie schon im letzten Monat konnten auch diesmal alle genannten Themen in zwei Kategorien eingeordnet werden. So sind zum einen äußere Einflussfaktoren für die Mandanten relevant – vor allem aus den Bereichen Politik und Wirtschaft. Zum anderen treten jene Themen zutage, die die private Geldanlage und das persönliche Umfeld betreffen.

Erneut hatten unsere Berater die Möglichkeit, die aktuelle Stimmung ihrer Mandanten auf einer Skala anzugeben. Die Werte reichten von 1 bis 10: Je höher der Wert, desto besser die momentane Mandantenstimmung in Bezug auf die Vermögensanlage.

Stimmungsbarometer

Dabei wurde wie schon im Oktober am häufigsten der Wert 5 genannt. Dennoch ist das Stimmungsbild deutlich positiver als noch vor einem Monat: Ganze 64,6 Prozent bewerteten das aktuelle Umfeld für die Vermögenslage mit einem optimistischen Wert zwischen 6 und 9. Einen eher negativen Wert von 3 oder 4 nannten hingegen nur 6,4 Prozent.

Im Mittel wurde von unseren Senior Partnern eine Einschätzung von 6,26 gegeben: Das heißt, die Mandanten stehen dem aktuellen Umfeld für die Vermögensanlage im Durchschnitt leicht positiv gegenüber. Die Standardabweichung der erhobenen Werte liegt außerdem bei 1,44.

Äußere Einflussfaktoren

Wie deutlich die innenpolitische Lage unsere Mandanten beschäftigte, zeigt sich anhand des großen Themas Regierungsbildung. Kein anderes Sujet wurde bei unserer Befragung häufiger genannt. Die Anleger zeigten sich vor allem von den langwierigen, aber unfruchtbaren Jamaika-Sondierungsgesprächen irritiert. Auch die aktuelle Diskussion über eine mögliche Neuauflage der Großen Koalition sorgte für gewisse Verunsicherungen.

Außerdem beschäftigte unsere Mandanten die Zinspolitik der EZB, ebenso wie der aktuell starke Euro. Die Schlagzeilen rund um den Kurssprung des Bitcoin sorgten zudem für ein stärkeres Interesse an Krypto-Währungen. Angesichts der positiven konjunkturellen Entwicklung Deutschlands stellte sich auch die Frage, wie lange der momentane Aufschwung noch anhalten wird. Außenpolitisch rückte vor allem der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea ins Blickfeld der Anleger.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Regierungsbildung in Deutschland
  • EZB, Zinsentwicklung
  • Bitcoin/Krypto-Währungen
  • Konflikt USA/Nordkorea
  • Hoher Euro-Kurs
  • Konjunkturelle Entwicklung

Persönliches Umfeld und Vermögensentwicklung

Bezüglich ihrer persönlichen Geldanlage beschäftige unsere Mandanten im November vor allem der Aktienmarkt. Für nicht wenige stellte sich die Frage, ob die Aktienkurse gegen Ende des Jahres noch steigen werden. Mehrmals war hier von der sogenannten Jahresendrally die Rede. Doch es gab auch allgemeinere Überlegungen die Vermögensanlage betreffend: Steuert der Markt auf einen Crash zu? Sollte meine Anlagestruktur angepasst werden? Welche Rendite ist in der aktuellen Situation möglich? All diese Überlegungen trieben unsere Mandanten um.

Wie schon im letzten Monat standen zudem Themen wie Erbregelung, Nachfolgeplanung und Altersvorsorge im Fokus. Interessanterweise beschäftige unsere Anleger auch die Künstliche Intelligenz: Ein Sujet, das zurzeit breit diskutiert wird und auch in der Vermögensverwaltung Anwendung findet. Die Deutsche Wertpapiertreuhand beispielsweise erforscht KI im Rahmen des Deep Wealth Institute.

Themen, die unsere Mandanten bewegten:

  • Aktienmarkt/Jahresendrally
  • Angst vor einem Marktcrash
  • Portfolio-Ausrichtung/Rendite
  • Erben/Vererben/Nachfolgeplanung
  • Altersvorsorge
  • Künstliche Intelligenz

Verglichen mit Oktober 2017 lag der Schwerpunkt der November-Themen stärker auf der innerdeutschen Politik und der Marktentwicklung. Bezüglich ihrer persönlichen Vermögensentwicklung blickten unsere Anleger gespannt auf das Ende des Jahres. Insgesamt bewerteten sie das Umfeld für die Vermögensanlage positiver als letzten Monat.

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