Der Schwarm als Geldgeber

Die Crowdfunding-Alternative

Zur Finanzierung einer Firmengründung oder eines Projektes hat sich die Methode des Crowdfunding inzwischen etabliert. Häufig nutzen Start-Ups und junge Unternehmen diese Finanzierungsvariante, um nötiges Kapital zu sammeln. Beim Crowdfunding wird in der Regel online eine Community mobilisiert, die Firmengründungen oder -projekte freiwillig unterstützt. Je mehr Menschen mitmachen, desto eher kann das angepeilte Ziel erreicht werden. Im Gegenzug erhalten die Unterstützer spezielle Boni oder personalisierte Geschenke. Einer der Platzhirsche des Crowdfunding ist die Online-Plattform Kickstarter. Diese bietet inzwischen viele verschiedene Finanzierungsmodelle, nicht nur für Firmen. Auch Einzelpersonen könne hier Geld für ihre Projekte sammeln: Vor allem Musiker und Künstler nehmen das Angebot wahr. Fans können ihre Lieblingskünstler sogar jenseits einzelner Projekte in Form eines dauerhaften Abonnements unterstützen.

Inzwischen gibt es eine nicht geringe Anzahl an Crowdfunding-Lösungen, welche aber nicht alle die erhofften Erfolge erzielen. Innovestment, ein Anbieter aus Berlin, hat nun als erste Plattform überhaupt Insolvenz anmelden müssen. Offenbar wurden ab 2014 immer weniger Projekte über Innovestment finanziert – laut eigenen Angaben belief sich die Investment-Summe auf insgesamt 6,6 Millionen Euro.

Und die Wahl fällt auf ...

Zwei wichtige Behörden der EU hatten ihren Sitz bis dato in London: Zum einen die EU-Bankenaufsicht (EBA), zum anderen die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA). Beide Institutionen sollen im Rahmen des Brexit aber zukünftig ihren Sitz wechseln – weshalb sich nun mehrere europäische Städte als Nachfolger anboten. In der engeren Wahl befanden sich u.a. auch Frankfurt am Main und Bonn: Vor allem Frankfurt als Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte Interesse daran bekundet, ab 2019 auch die Bankenaufsicht der EU zu beheimaten.

Die Frankfurter Pläne wurden nun aber durchkreuzt: Bei der finalen Abstimmung des Europaministeriums in Brüssel war die Finanzmetropole am Main schon nach der zweiten Runde aus dem Rennen. Auch Bonn schied frühzeitig aus. Neuer Sitz der Arzneimittelagentur wird stattdessen Amsterdam. Die Bankenaufsicht soll demgegenüber zukünftig in Paris ihren Sitz haben. Laut Expertenmeinung ergebe dies aus internationaler Sicht durchaus Sinn: In Paris haben sich bereits ähnliche Behörden angesiedelt, etwa die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA).

Die Wirtschaftlichkeit der Krone

Der bevorstehende Brexit manifestiert sich also in immer mehr handfesten Entscheidungen. Die EU stellt allmählich Weichen für eine Zukunft ohne das Vereinigte Königreich – gleichzeitig kommen die Brexit-Verhandlungen nur langsam voran. Neuesten Umfragen zufolge hat die britische Premierministerin Theresa May im Volk nur noch eine Zustimmung von 35 Prozent. Demgegenüber erfreut sich Queen Elisabeth II ungebrochen großer Beliebtheit – ganze 68 Prozent der Briten befürworten die Monarchie und ihre Königin als Oberhaupt des Commonwealth.

Wie viele monetäre Vorteile die britische Monarchie bringt, zeigte nun eine aktuelle Studie. Demnach beschert das Windsor-Königshaus dem Staat im Jahr 2017 einen Gewinn von 1,76 Milliarden Pfund, also rund zwei Milliarden Euro. Ein großer Faktor ist hierbei die Vermarktung der Monarchie in Form von Geschenkartikeln und Souvenirs. Gleichzeitig kurbelt der royale Nimbus den Tourismus im Land an. Und nicht zuletzt generiert der königliche Crown-Estate-Fonds ein Haushaltsplus.

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