Mehr Sicherheit für Unternehmen

Factoring im Aufwind

Immer mehr Firmen, vor allem mittelständische Unternehmen, setzen auf die Finanzierungsmethode Factoring, wie neue Zahlen belegen. Von Januar bis Juni 2017 wuchs der Umsatz dieser Finanzierungsmethode um fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit scheint Factoring für eine steigende Zahl von Unternehmern eine sinnvolle Alternative zum Kredit bei der Hausbank zu sein.

Doch was genau ist Factoring und wie funktioniert es? In der Regel ist die Ausgangssituation so: Firmen verkaufen ihre Dienstleistungen oder Güter an Kunden, welche dann eine Zahlungsaufforderung erhalten. Für die Firma kann dies riskant sein, beispielsweise wenn der Kunde der Forderung nicht nachkommen kann oder will. Durch das Factoring-System werden entsprechende Zahlungsausfälle hingegen vermieden: Dabei überträgt die Firma (der Kreditor) ihre Zahlungsforderung an einen Dritten, zumeist eine Bank (den Factor). Der Factor zahlt den Kreditor im Gegenzug aus und übernimmt im besten Fall sogar das Ausfallrisiko. Entsprechende Kreditinstitute verlangen für diese Tätigkeit eine Gebühr, die in der Regel 0,6 Prozent bis 2,5 Prozent der zugrundeliegenden Forderung entspricht. Wenn der Kunde nun seine Rechnung begleicht, geht das Geld nicht an die Firma (Kreditor), sondern an die Bank (Factor). Firmen können so Sicherheit generieren, Banken erwirtschaften ein Kapital-Plus. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Factoring-Nutzerzahlen in diesem Jahr um rund 10 Prozent gestiegen sind.

Von den Reserven leben

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in Düsseldorf, welches Teil der Hans-Böckler-Stiftung ist, beschäftige sich in einer neuen Erhebung mit den Vermögensvolumina der Deutschen. Konkret ging man der Frage nach, wie lange das Geld der Deutschen zum Leben reicht, wenn sie von einem Tag auf den anderen kein Einkommen mehr beziehen. In dem Gedankenexperiment setzte man voraus, dass das Konsumniveau der Betroffenen konstant bleibt.

Laut der Studie des WSI könnten 30 Prozent der Bundesbürger ganze acht Jahre von ihren Reserven zehren, insofern sie ihr Konsumverhalten nicht ändern. Weitere 20 Prozent würden in dieser Situation nicht ganz zwei Jahre durchhalten. Ähnliche Zahlen ergeben sich auch für den Median (Mittelwert): Hier ließe sich ohne Einkommen ein Zeitraum von einem Jahr und 11 Monaten überbrücken. Demgegenüber könnten weitere 5 Prozent der Haushalte bis zu 21 Jahre ohne Einkünfte leben – ihre Vermögenswerte lassen dies zu. Besonders deutlich hebt die Studie allerdings jene weiteren 30 Prozent hervor, die kein großes Privatvermögen besitzen und daher ohne Gehalt nur wenige Wochen über die Runden kommen würden. Besonders deutlich trifft dies laut dem WSI auf Alleinerziehende zu.

Rekordergebnis

Jedes Jahr im Herbst veranstaltet das traditionsreiche Auktionshaus Christie's in New York eine spezielle Kunstauktion, die als besonders gewinnbringend gilt. Diesmal fanden die Versteigerungen in der Woche vom 13. bis 16. November statt und brachten einen neuen Rekord: Das Gemälde Salvator Mundi des Renaissance-Meisters Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) wurde dort für 450 Millionen US-Dollar versteigert – dies entspricht etwa 384 Millionen Euro. Es ist laut Christie's die höchste Summe, die jemals für ein Kunstobjekt gezahlt wurde.

Bei dem um 1500 entstandenen Spätwerk da Vincis handelt es sich um ein Portrait Jesu Christi – bisher befand es sich im Besitz des russischen Unternehmers Dmitri Rybolowlew. Dieser hatte das Bild im Jahr 2013 für 127,5 Millionen US-Dollar erstanden. Über den neuen Besitzer des nun teuersten Gemäldes der Welt schwieg sich Christie's indes aus.

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