Attraktiv, aber nicht perfekt

Unternehmensinvestitionen

Eine neue Studie des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und der Stiftung Familienunternehmen beschäftigte sich mit der Investitionstätigkeit von Unternehmen in Deutschland. Insgesamt wurden 1.500 Firmenchefs in Deutschland nach ihren Investitionsplänen für das Jahr 2017 befragt. Der regelmäßig erscheinende Jahresmonitor der Stiftung Familienunternehmen kam dabei zu dem Schluss, dass die positive konjunkturelle Lage und das attraktive Finanzierungsumfeld in Deutschland durchaus Investitionsanreize für Firmen bieten. Dennoch gibt es laut der Erhebung Hemmnisse: Vor allem kleinere Unternehmen wollen weniger investieren als noch 2016. Von den Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten planen ganze 17,4 Prozent, ihr finanzielles Engagement zurückzufahren.

Als besonders hinderlich werden dabei hohe Lohnkosten (32,9 Prozent) und das wirtschaftspolitische Umfeld (27 Prozent) empfunden. Auch die steuerliche Situation in Deutschland scheint unternehmerische Investitionspläne zu dämpfen (23,3 Prozent). Trotz all dieser Hemmnisse bleibt die Bundesrepublik für Betriebe laut der Studie aber weiterhin interessant: Unabhängig von der Größe der Firma gibt im Schnitt rund die Hälfte der Unternehmer an, das bisherige Investitionsvolumen beibehalten zu wollen. Durchschnittlich 40 Prozent planen sogar eine Steigerung. 96,4 Prozent der Befragten nennen Deutschland zudem ihren wichtigsten Investitionsstandort, gefolgt von Europa, Asien und den USA.

Die Tücken des Basiskontos

Seit Sommer 2016 existiert in Deutschland das sogenannte Basiskonto: Ein Girokonto für Jedermann, das unabhängig von Schufa-Daten angeboten wird. Der Gesetzgeber hat genau festgelegt, was das Basiskonto können muss. So soll der Kunde beispielsweise eine EC-Karte erhalten, mit der er im Alltag bezahlen kann. Auch sollen bargeldlose Finanztransaktionen wie Überweisungen oder Daueraufträge möglich sein. Seit Juni letzten Jahres sind alle Kreditinstitute in der Bundesrepublik daher verpflichtet, ein solches Basisangebot bereitzustellen. Das grundsätzliche Ziel ist dabei, Menschen ohne geregeltes Einkommen einen Zugang zu bargeldlosen Zahlungsvorgängen zu ermöglichen.

Die Stiftung Warentest untersuchte nun 145 Basiskonto-Angebote von insgesamt 108 Banken. Dabei ergaben sich zum Teil enorme Preisunterschiede für das Jedermann-Konto. Da der Gesetzgeber nicht festgelegt hat, wie viel das Angebot kosten darf, verlangen manche Banken bis zu 300 Euro im Jahr für das Basiskonto. Die meisten Großbanken setzen die Jahresgebühr bei rund 100 Euro fest. Nur zwei Kreditinstitute boten das Basiskonto kostenlos an.

Kunst oder Kommerz?

Der US-amerikanischen Künstlerin Illma Gore, die für ihre provokanten Gemälde und ihr medienwirksames Auftreten bekannt ist, gelang nun ein weiterer Coup: Sie ließ eine handelsüblich Toilette vergolden und bestückte diese dann mit Stoff von originalen Louis-Vuitton-Taschen. Laut der Künstlerin kostete allein die Beschaffung der Designer-Taschen 18.000 US-Dollar.

Bei näherem Hinsehen scheint es sich bei der Aktion zudem um eine ausgefeilte Marketing-Kampagne zu handeln: Ein Online-Händler, welcher die Toilette als Unikat verkauft, nutzt das schrille Kunstobjekt, um seinen Shop zu bewerben. Dort ist die Luxus-Toilette mit einem Preis von 100.000 US-Dollar ausgeschrieben. Im Rahmen einer Kooperation mit der Künstlerin werden auch andere Objekte aus deren Werkstatt angeboten. Die Preise schwanken hier zwischen 10.000 US-Dollar und 15.000 US-Dollar.

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