Unternehmensnachfolge – aber wie?

Unterschiedliche Pläne

Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) beschäftigte sich in einer aktuellen Studie mit dem Verhalten von Unternehmern in Bezug auf die Unternehmensnachfolge. In den Jahren 2012 bis 2016 wurden hierzu jährlich rund 16.000 Firmeneigentümer befragt. So standen im Jahr 2012 knapp 8 Prozent der bundesdeutschen Betriebe vor einer nahenden Übergabe, 73,5 Prozent sahen eine Unternehmensnachfolge innerhalb von fünf Jahren vor. Ein Großteil der geplanten Firmenüberführungen sollte dabei in Klein- und Kleinstbetrieben vorgenommen werden – bei lediglich 3,3 Prozent handelte es sich um mittlere oder größere Unternehmen. Bei jenen Unternehmern, die sich bereits für ein Nachfolge-Szenario entscheiden hatten, überwog der Wunsch nach einer Übergabe innerhalb der Familie, beispielsweise an Kinder oder Enkelkinder (55,1 Prozent). Etwa ein Viertel der betroffenen Unternehmer ging von einem Verkauf an externe Personen aus.

Fast drei Viertel der Befragten hatten während der Umbruchphase keine Probleme bei der Nachfolgeregelung – 11,4 Prozent hingegen sahen sich vor Schwierigkeiten gestellt, die die Existenz des Betriebes hätten gefährden können. Wie schwierig die Nachfolgeregelung sein kann, zeigt sich beispielhaft an der Bayerischen Landeshauptstadt München: Bis zum Jahr 2025 sollen hier rund 4.100 Betriebe übergeben werden. Dennoch werden nur die Hälfte der Firmen familienintern weitergeführt. In 17 Prozent der Fälle übernehmen Mitarbeiter die Leitung. Etwa 33 Prozent der betroffenen Unternehmer sind gezwungen, ihre Firma an einen Außenstehenden zu verkaufen.

Zahlen oder sparen?

Seit heute steht der Termin für den EU-Austritt Großbritanniens fest: Am 29. März 2019 wird das Vereinigte Königreich um 23 Uhr westeuropäischer Zeit die EU offiziell verlassen. Danach soll sich für die verbliebenen Staaten in der Europäischen Union einiges ändern, auch in monetärer Hinsicht. Beispielsweise entsteht ein Haushaltsloch von 10,2 Milliarden Euro, das auf die eine oder andere Weise gestopft werden muss.

Eine Möglichkeit wäre laut Experten, das entstehende Defizit auf die übrigen Mitgliedstaaten zu verteilen, auch auf Deutschland. Die neuesten Hochrechnungen gehen von 3,8 Milliarden Euro aus, für welche die Bundesrepublik einstehen müsste: Dies entspricht 37,25 Prozent der Gesamtsumme. Der Betrag soll laut Medienberichten jährlichen abgestottert werden – für Deutschland würde das Zusatzkosten von 16 Prozent des aktuellen Beitrags bedeuten. Ob es aber tatsächlich zu derartigen Zusatzzahlungen kommt, ist zurzeit noch fraglich. Alternativ zu einer Verteilung auf die einzelnen Staaten könnten auch Sparmaßnahmen ergriffen werden. In diesem Fall würden bestimmte Förderungen gestrichen und Unterstützungszahlungen eingestellt, um so das Loch im Budget auszugleichen.

Neue Finanzspritze

Paydirekt, der Paypal-Konkurrent der Sparkassen und Genossenschaftsbanken kommt nicht in Fahrt: Zwei Jahre nach der Einführung des Online-Bezahldienstes bleiben die Nutzer aus. Zurzeit sollen sich rund 1,5 Millionen Menschen bei Paydirekt angemeldet haben. Zum Vergleich: Branchenführer Paypal aus dem Silicon Valley verzeichnet allein in Deutschland knapp 19 Millionen User.

Da verwundert es nicht, dass der Präsident des Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Georg Fahrenschon, das Paydirekt-Projekt inzwischen kritisch betrachtet. Das hauseigene Bezahlsystem sei bisher kein Erfolg, man habe bitteres Lehrgeld zahlen müssen. Trotz des ausbleibenden Erfolgs und interner Meinungsverschiedenheiten unter den teilnehmenden Bank will man Paydirekt jedoch nicht aufgeben. Insgesamt sollen nun 300 Millionen Euro in die Hand genommen werden, um den Dienst umzubauen. Allein die Sparkassen wollen 107 Millionen Euro beisteuern. Wie der Umbau aber konkret aussehen soll, verriet Fahrenschon nicht.

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