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Das Aus für den Soli?

Verhandlungsthema

In den momentanen Koalitions-Sondierungen zwischen Union, Grünen und FDP wurde auch über den Solidaritätszuschlag, kurz Soli diskutiert. Beim Solidaritätszuschlag handelt es sich um eine sogenannte Ergänzungsabgabe, welche seit Juni 1991 in der Bundesrepublik existiert. Diejenigen Bürger, deren jährliche Einkommensteuer die Grenze von 972 Euro beziehungsweise 1.944 Euro überschreitet, müssen den Solidaritätszuschlag leisten. Der Zuschlag umfasst im Durchschnitt etwa 5,5 Prozent des jeweils betrachteten Steuerbetrags. Die wohlhabendsten zwanzig Prozent der deutschen Bevölkerung stemmen laut Hochrechnungen knapp 78 Prozent des gesamten Soli-Betrags – Geringverdiener werden demgegenüber weniger belastet.

Dennoch scheint der Soli in allen Einkommensklassen unbeliebt zu sein, wie eine aktuelle Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) nahelegt. 72 Prozent der Befragten wünschen sich demnach eine Streichung des Solidaritätszuschlags – im Jahr 2013 waren es hingegen nur 55 Prozent. Im Laufe der aktuellen Jamaika-Gespräche hatte die FDP bereits angekündigt, den Soli vollständig abschaffen zu wollen. Auch der Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert seit längerem einen solchen Schritt.

Investitionsscheu

Eine neue Studien untersuchte das Anlageverhalten von Studierenden in Deutschland, besonders in Bezug auf ihre Altersvorsorge. Insgesamt wurden rund 300 Personen befragt. Dabei zeigte sich, dass mehr als die Hälfte der Interviewten (55 Prozent) noch kein Geld zu Vorsorgezwecken angespart hat. 75 Prozent gaben an, am Ende des Monats gerade über die Runden zu kommen, sodass sich kein finanzielles Polster aufbauen lässt. Auch vor einer aktiven Geldanlage schrecken Studenten und Studentinnen offenbar zurück: 21 Prozent fühlen sich von der Finanzwelt überfordern und glauben, zu wenig Wissen über Kapitalanlage zu haben.

Wer es schafft, etwas Geld beiseite zu legen, hortet dies zumeist auf dem Sparbuch. Ganze 38 Prozent der jungen Sparer gehen so vor. Tagesgeldkonten nutzen 17 Prozent, über einen Bausparvertrag verfügen 14 Prozent. Insgesamt scheinen die Studierenden recht risikoscheu zu sein: 43 Prozent bevorzugen eine Geldanlage mit hoher Sicherheit, lediglich 7 Prozent interessieren sich für renditestarke Investitionen.

Wer steht an der Spitze?

Lange Zeit galt Microsoft-Gründer Bill Gates als wohlhabendster Mensch der Welt: Laut Forbes-Liste vom Anfang des Jahres 2017 lag Gates mit einem geschätzten Besitz von 86 Milliarden US-Dollar auf Platz Eins des Vermögens-Rankings. Dies scheint sich nun geändert zu haben: Die Reichen-Liste des US-amerikanischen Medienkonzerns Bloomberg weist seit Neuestem einen anderen Unternehmer als wohlhabendste Person der Welt aus.

Amazon-Gründer Jeff Bezos profitierte demnach vom erneuten Kurssprung der Amazon-Aktie und vermehrte sein Privatvermögen deutlich: Er besitzt aktuell mehr als 16 Prozent des Amazon-Aktienvolumens. Laut Bloomberg beläuft sich Bezos’ Gesamtvermögen nun auf rund 93 Milliarden US-Dollar. Damit konnte er sein geschätztes Vermögen innerhalb von nur sieben Monaten um knapp 20 Milliarden US-Dollar vermehren. Bill Gates, der auf Platz Zwei des Ranking abrutschte, besitzt nach Bloomberg-Angaben zurzeit rund 88 Milliarden US-Dollar.

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