Großbritannien legt vor

Moderate Zinserhöhungen

Zum ersten Mal seit zehn Jahren sieht die britische Notenbank eine Erhöhung des Leitzins vor: Laut Zentralbank-Chef Mark Carney soll der Zins von aktuell 0,25 Prozent auf 0,5 Prozent gesetzt werden. Zu Zeiten der Bankenkrise 2007 war der Leitzins in Großbritannien auf 0,5 Prozent gesunken. 2016 wurde er nach dem Brexit-Votum auf 0,25 Prozent gedrückt. Die nun bevorstehende Erhöhung verkündete die Bank of England nach ihrer heutigen Sitzung in London an. Laut Carney, der eine Zinserhöhung schon im September angedeutet hatte, sei dies die einzige Möglichkeit, um das angepeilte Inflationsziel zu erreichen: Die Bank of England fasst eine Inflation von rund 2 Prozent ins Auge. Zurzeit liegt der Wert bei etwa 2,45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die US-Notenbank Fed plant indes keine Zinserhöhung im November – Experten allerdings erwarten einen moderaten Anstieg des US-Leitzins im Dezember. Für Fed-Chefin Janet Yellen dürfte dies eines der letzten Projekte ihrer Amtszeit sein: Im Februar 2018 läuft ihr Vertrag aus. Wie das Weiße Haus mitteilte, soll Yellens Nachfolger noch am heutigen Donnerstagabend bekanntgegeben werden. Branchenbeobachter rechnen mit dem Kompromiss-Kandidaten Jerome Powell, welcher aktuell als Fed-Direktor tätig ist. Mit Powell als Zentralbankchef dürfte der momentane Zinserhöhungkurs beibehalten werden.

Das Ende der Rente mit 63?

Die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren existiert seit Juli 2014. Im Rahmen der Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen kam man nun auf dieses Thema erneut zu sprechen. Dabei erhitzte ein Vorschlag von CDU-Staatssekretär Jens Spahn die Gemüter: Laut Spahn sei die Rente mit 63 nicht mehr zeitgemäß und müsse in den nächsten Jahren auslaufen. Aktuell werde diese Form der Frührente vor allem von männlichen Facharbeitern in Anspruch genommen, deren Know-How für Unternehmen in Zukunft aber noch sehr wichtig sei. Durch das Auslaufen der Rente mit 63 könne man freiwerdende Gelder hingegen nutzen, um das Auskommen von Witwen oder Erwerbsgeminderten zu verbessern, so Spahn.

Desweiteren wurde bei den Koalitionsgesprächen über ein Konzept diskutiert, das den Renteneintritt mit 63 nur bei harter körperlicher Arbeit vorsieht. Kritik äußerte in diesem Fall Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG-Metall. Seiner Meinung nach werde bei der Diskussion ignoriert, dass auch psychische Belastungen am Arbeitsplatz eine frühe Rente rechtfertigen können. Ein solches Szenario könne laut Hofmann gleichwohl auf Bürojobs zutreffen.

Erneuter Höhenflug

Der Höhenflug der Digital-Währung Bitcoin scheint nicht aufhaltbar: Am Mittwoch überschritt das Cyber-Geld die Marke von 7.000 US-Dollar und liegt aktuell sogar bei rund 7.400 US-Dollar. Auch eine erneute Spaltung des Bitcoin konnte dem keinen Abbruch tun: Vor gut einer Woche vollzog die Cyber-Währung eine weitere sogenannte Hard Fork, woraus die Währung Bitcoin Gold hervorging. Es handelt sich dabei um die zweite Tochter-Währung nach Bitcoin Cash, welche im August entstand.

Woher kommt trotz allem die Wertsteigerung des Bitcoin? Einige Beobachter sehen eine Erklärung im Intervenieren der Chicago Mercantile Exchange Group (CME), einer der größten Börsen der Welt mit Sitz in Chicago. Diese plant offenbar, Terminkontrakte (Futures) auf Bitcoin in Zukunft zu ermöglichen. Dieser Schritt würde die Krypto-Währung laut Expertenmeinung auch für eine größere Zahl etablierter Anleger relevant machen.

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