Die Agenda der EZB

Pläne für das nächste Jahr

Beobachter des Finanzmarktes horchten vor zwei Wochen auf, als US-Notenbankchefin Janet Yellen den Abbau der billionenschweren Fed-Bilanz ankündigte. Yellens britischer Amtskollege Mark Carney sprach parallel von moderaten Zinserhöhungen, sodass einige Experten eine nahende Zinswende prophezeiten (Weiterlesen). Mit Spannung wurde daher die heutige Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt erwartet. Beobachter fragten sich: Legt EZB-Präsident Mario Draghi die Weichen für eine Zinswende im Euro-Raum oder bleibt alles beim Alten?

Die EZB plane, so Draghi, das Volumen ihrer Wertpapierkäufe im Jahr 2018 signifikant zu verringern. Anstatt für bisher 60 Milliarden Euro werden Unternehmens- und Staatsanleihen ab nächstem Jahr für nurmehr 30 Milliarden Euro erworben. Am historisch tiefen Leitzins von null Prozent soll vorläufig aber nichts geändert werden. Erklärtes Ziel des EZB-Gremiums ist weiterhin, die Konjunktur der Euro-Zone zu stärken und einen Inflationswert von rund zwei Prozent zu erreichen.

Vermögensverhältnisse

Das sozio-ökonomische Panel (SOEP) wird alle fünf Jahre vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin ermittelt und soll die Lebensrealität der befragten Personen abbilden – auch in Bezug auf ihr Vermögen. Seit 1984 werden dafür immer die selben Probanden interviewt, um langzeitliche Ergebnisse zu erzielen.

Wie die aktuellen Daten aus den Jahren 2012 und 2013 zeigen, besitzt der Durchschnittsdeutsche ein Vermögen von rund 80.000 Euro netto. Am wohlhabendsten sind in der Bundesrepublik die 65- bis 74-Jährigen, welche mit Immobilien- und Geldwerten auf einen Gesamtbesitz von knapp 120.000 Euro kommen. Berufseinsteiger zwischen 25 und 34 Jahren besitzen hingegen etwa 30.000 Euro, unter ihnen gibt es zudem die höchste Zahl von einkommens- und vermögensarmen Personen: Der Wert liegt bei 14,6 Prozent. Inwiefern sich die Vermögensverhältnisse in den vergangenen fünf Jahren verändert haben, wird im kommenden SOEP-Bericht zu lesen sein – dieser soll im Jahr 2018 veröffentlicht werden.

Mehr Milliardäre

Die Zahl besonders vermögender Personen ist weltweit erneut gestiegen. Nach einer heute veröffentlichten Studie der Schweizer Großbank UBS und des Beratungsunternehmens PwC wuchs die Anzahl der Milliardäre global um 10 Prozent, was in ganzen Zahlen 1.542 Personen entspricht. Deren Geldbesitz wuchs im Zeitraum von 2016 bis 2017 um 17 Prozent auf ganze 6 Billionen US-Dollar.

Bislang lebten die meisten Milliardäre in den USA – dies änderte sich laut der Untersuchung im Laufe des vergangenen Jahres. Aktuell haben mehr Milliardäre ihren Wohnsitz im asiatischen Raum (637) als in den Vereinigten Staaten (563). Im Europa-Ranking beheimatet Deutschland die meisten Milliardäre: 117 Personen mit einem entsprechend hohen Kontostand leben in der Bundesrepublik.

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