Problemfeld Unternehmensnachfolge

Wie soll die Zukunft aussehen?

Eine neue Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Niedersachen beschäftigte sich mit der Nachfolgeregelung in niedersächsischen Unternehmen. Interviewt wurden mehr als 500 Unternehmer und Unternehmerinnen im Alter von 55 bis 74 Jahren. Dabei zeigte sich, dass ein signifikanter Teil der Befragten noch keine Pläne zur Unternehmensübergabe hat: Annähernd zwei Drittel befassten sich in dieser Hinsicht noch nicht mit der Zukunft ihrer Firma. Diejenigen, die unternehmerisch vorsorgen, planen die Nachfolge allerdings zu fast gleichen Teilen mit einem Familienmitglied (39 Prozent) oder mit einem Außenstehenden (36 Prozent). 25 Prozent wollen das Unternehmen an einen Mitarbeiter der Firma weitergeben. Welche Ziele verfolgen die Firmenchefs mit der Nachfolgeregelung? Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer hofft darauf, die fortwährende Existenz des Betriebes zu sichern und bestehende Arbeitsplätze zu erhalten.

Häufig blicken solche Unternehmer auf eine lange Karriere zurück. In der Regel haben sie einmal klein angefangen und ihre Firma über Jahre und Jahrzehnte aufgebaut. Dennoch gibt es heutzutage – vor allem in der Tech-Branche – immer wieder Start-Up-Gründer, die mit einer zündenden Idee schnell große Summen erwirtschaften. So geschehen mit zwei Brüdern aus Berlin, die im Alter von 18 und 19 Jahren eine Lern-App mit dem Namen Math42 entwickelten. Bekannt wurden sie 2015 durch eine Gründer-Sendung im Fernsehen, wo sie allerdings keinen Investor überzeugen konnten. Nun kaufte der US-amerikanische Online-Verlag Chegg ihre App für ganze 12,5 Millionen Euro. Als Berater sind die Brüder weiterhin an Bord und erhalten in den nächsten Jahren zusätzliche 7,5 Millionen Euro. 2018 soll das Produkt unter neuem Namen vermarktet werden.

Mieten ist das neue Kaufen

Freilich braucht es in der Regel mehr als eine innovative Geschäftsidee, um ein Unternehmen langfristig und erfolgreich am Markt zu etablieren. Häufig ist jahrelange (Vor-) Arbeit nötig, um eine finanzielle Grundlage zu schaffen und Unternehmensstrukturen aufzubauen. Wie rasant eine Firma mit der passenden Strategie dennoch wachsen kann, zeigt das Start-Up Grover aus Berlin. Dessen Gründer Michael Cassau betreibt das Unternehmen seit zwei Jahren und füllt mit Erfolg eine Marktnische aus: Grover vermietet teure Elektronik-Artikel wie Smartphones oder Computer zu einem Bruchteil des Kaufpreises. Kunden können ein Produkt gegen eine Leihgebühr für begrenzte Zeit nutzen und geben es dann zurück. Im Idealfall wartet anschließend schon der nächste Interessent auf das Produkt.

Das Geschäftsmodell setzt auf Nachhaltigkeit und Preisbewusstsein – und dies spricht immer mehr Kunden an. Daher arbeiten inzwischen auch große Elektronik-Fachmärkte mit dem Start-Up zusammen: Sie nutzen dessen Infrastruktur, um Leih-Geräte anzubieten. Mitunter wird das Konzept aber auch einfach kopiert, ohne Cassaus Firma zu involvieren. Den Grover-Gründer scheint das nicht zu stören – er plant bereits eine Expansion in den USA.

Die Reichsten im Reich der Mitte

Das chinesische Magazin Hurun kührt, ebenso wie das Forbes-Magazin in den USA, regelmäßig die wohlhabendsten Menschen – in diesem Fall im Reich der Mitte. Lange Jahre auf Platz Eins befand sich Wang Jianlin, der Chef eines großen chinesischen Unterholtungskonzerns. Mit einem geschätzten Besitz von 23 Milliarden US-Dollar befindet er sich in diesem Jahr allerdings auf Platz Fünf.

Den Titel Reichster Mann in China erhielt 2017 stattdessen der Bauunternehmer Xu Jiayin, welcher mit seiner Firma Evergrande vom anhaltenden Bau-Boom in chinesischen Metropolen profitierte. Er besitzt rund 43 Milliarden US-Dollar – 30 Milliarden davon wurden allein im letzten Jahr erwirtschaftet. Auf den Plätzen Zwei und Drei finden sich die Konzernchefs von Tencent und Alibaba, mit Vermögen von 37 Milliarden US-Dollar bzw. 30 Milliarden US-Dollar.

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