Milliarden für den guten Zweck

Wohltätigkeitsstiftungen

Der US-amerikanische Investor und Milliardär George Soros engagiert sich seit Jahren auf gesellschaftlicher und politischer Ebene und hat dafür nicht selten Kritik einstecken müssen. Er finanziert und koordiniert verschiedene Projekte über seine Open Society Foundations. Mithilfe dieser 1993 gegründeten Stiftung finanziert Soros unter anderem politische Aktionen in Mittel- und Osteuropa. In den USA setzt er sich zudem für die Belange der afroamerikanischen und lateinamerikanischen Bevölkerung ein. Soros, ein gebürtiger Ungar, der 1956 nach Amerika auswanderte, hat der Stiftung nun einen Großteil seines Vermögens übertragen: Es handelt sich um 18 Milliarden US-Dollar, die bisher das Soros Fund Management hielt. Insgesamt betrug das Gesamtvolumen der als Family Office geführten Investmentgesellschaft bis dato 26 Milliarden US-Dollar. Mit seiner großzügigen Kapitalumschichtung schafft Soros damit den zweitgrößten Wohltätigkeitsfonds der Welt.

Auf Platz eins steht aber weiterhin die Gates-Stiftung. Bill Gates, der aktuell wohlhabendste Mensch der Welt, gründete die Stiftung zusammen mit seiner Frau Melinda im Jahr 1999. Immer wieder nimmt das Ehepaar Gates große Summen in die Hand, um wohltätige Vorhaben zu finanzieren. Anfang der Woche startete ihr neues Projekt, das elektronische Bezahlsysteme für einen Großteil der Weltbevölkerung möglich machen soll. Denn vor allem in Asien und Afrika haben noch über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zum Finanzsystem. Das von der Gates-Foundation unterstützte Fintech Mojaloop soll dies nun mit frei zugänglicher Software ändern.

Warum Bargeld?

Wenn es um die Frage nach dem Nutzen von Bargeld geht, scheiden sich die Geister: Vor allem in Deutschland werden Münzen und Scheine weiterhin geschätzt, während in anderen Ländern fast gänzlich darauf verzichtet wird. Der Siegeszug des bargeldlosen Bezahlens per Karte oder Smartphone scheint nicht aufhaltbar, und obwohl auch in der Bundesrepublik immer mehr darauf gesetzt wird, ist die Mentalität eine andere. Gut 80 Prozent der Deutschen zahlen regelmäßig bar, in Schweden beispielsweise sind es nur noch 27 Prozent. Woher kommt dieser Unterschied? Laut dem Wirtschaftspsychologen Erik Hölzl spielen für die Deutschen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen bietet Bargeld eine hohe Privatsphäre und größen Schutz vor Betrügern. Zum anderen gewährt es eine physische Übersicht über die Finanzen: Man kann nicht mehr ausgeben, als im Geldbeutel steckt.

Das Nutzungsverhalten dem Bargeld gegenüber wird aber auch stark vom Alter bedingt, wie eine Erhebung der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2015 darlegt. Ältere Menschen zahlen tendenziell häufiger bar als jüngere Personen. Auch scheint die Zahlungsart sehr stark von der Kaufsituation abzuhängen.

Mehr oder weniger?

Der Rundfunkbeitrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio beträgt zurzeit 17,50 Euro. Welche Summen durch die Gebühr genau Zustande kommen, legte der Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender kürzlich offen. Im letzten Jahr wurden demnach 8 Milliarden Euro eingenommen, von denen die ARD fast drei Fünftel vereinnahmte. Auch zeigte sich, dass die Gehälter der führenden Angestellten vergleichsweise hoch sind: WDR-Intendant Tom Buhrow beispielsweise erhält ein Jahresgehalt von 399.000 Euro.

Es fließen also enorme Summen, die nach dem Willen von ARD und ZDF noch wachsen sollen. Hier wünscht man sich einen automatisch steigenden Rundfunkbeitrag, der nicht mehr unter Aufsicht der Finanzkommission KEF steht. Auch eine Ausbreitung im Internet möchte man ins Auge fassen. Naturgemäß stoßen solche Pläne auf Kritik von vielen Seiten und provozieren mitunter radikale Gegenentwürfe. So forderte ein CDU-Politiker kürzlich, die ARD größtenteils stillzulegen und das ZDF als einzigen bundesweiten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender beizubehalten. Begründet wurde dies mit den hohen Kosten, die beide Sender verursachen würden. Auch gäbe es viele nahezu identische Formate und Programminhalte, was zu unnötigen Dopplungen führe.

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