Positive Aussichten – mit Vorbehalt

Weltwirtschaft im Aufwind

Vergangenes Wochenende fand sich die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington zu ihrer jährlichen Herbsttagung zusammen. Vor allem ging es bei dem Treffen darum, die aktuelle Lage der Weltwirtschaft zu analysieren. Laut IWF-Chefin Christine Lagarde habe sich die globale Wirtschaft allmählich erholt und gewinne an Stärke. Diese Situation sollte dazu genutzt werden, Schulden abzubauen und den Wohlstand zu fördern. Eben dieser käme noch lange nicht bei allen Menschen an: Trotz der guten Konjunktur seien die weltweiten Löhne zu niedrig und die Inflation zu schwach.

Vom IWF nicht explizit erwähnt, dennoch von immer größerer Bedeutung für die Weltwirtschaft, ist die Volksrepublik China. Neben den USA und Europa ist China inzwischen der wichtigste Global-Player auf dem Weltmarkt. Vor kurzem konnte das Reich der Mitte seine Importquoten noch einmal steigern, was nicht zuletzt den asiatischen Nachbarn zugute kam. Gleichzeitig legte China auf dem Aktienmarkt zu: Der chinesische Aktienindex CSI-300 kletterte am Montag auf den höchsten Stand seit 2015.

Rekord-Verkauf

In der Volksrepublik China hat Hongkong eine Sonderstellung: Die Metropole wird innerhalb des Landes als Sonderverwaltungszone behandelt und genießt ein hohes Maß an Autonomie. Hongkongs reichster Bewohner ist der Unternehmer Li Ka-Shing, der laut Forbes-Liste ein Vermögen von 33 Milliarden US-Dollar besitzt.

Ka-Shing geriet nun in die Schlagzeilen, da ihm augenscheinlich ein historisch einmaliger Deal gelungen ist: Für die Summe von 5,15 Milliarden Dollar – umgerechnet 4,2 Milliarden Euro – verkaufte der Unternehmer offenbar den Wolkenkratzer The Center. Es handelt sich um das fünfthöchste Bauwerk in der Stadt. Sollte der Deal offiziell bestätigt werden, würde es sich um den höchsten Kaufpreis handeln, der jemals in Hongkong für eine Gebäude bezahlt wurde. Den Zuschlag erhielt laut Informationen des Hong Kong Economic Journal ein chinesischer Energiekonzern.

Neue Geschäftsmodelle

Immer mehr große Tech-Firmen aus dem Silicon Valley scheinen ein Interesse daran zu haben, in das Geschäft mit Krediten einzusteigen. Versand-Riese Amazon lancierte bereits 2012 ein Programm namens Amazon Lending, bei dem Kredite vornehmlich an klein- und mittelständische Unternehmen vergeben wurden. Im vergangenen Jahr nutzen laut Amazon rund 20.000 Unternehmer das Angebot weltweit. Die Kreditsumme soll aktuell über drei Milliarden US-Dollar betragen. Amazon plant nun scheinbar, das erfolgreiche Modell in den kommenden Jahren auszubauen.

Medienberichten zufolge soll auch Googles Mutterkonzern Alphabet Inc. im Kredit-Markt Fuß fassen wollen. Beobachter rechnen den beiden Internet-Riesen gute Chancen aus: Die Online-Kreditvergabe wird zurzeit zwar vor allem von kleinen Fin-Techs angeboten, doch die enormen finanzstarken Silicon-Valley-Firmen könnten diese Unternehmen zukünftig vom Markt verdrängten.

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