Vorsorgen, aufbauen oder ausgeben?

Im Fokus

Junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren, die sogenannten Millennials, sind für Banken eine schwer zu erreichende Zielgruppe. Neueste Studien zeigen, dass das Misstrauen gegenüber Kreditinstituten in dieser Altersklasse besonders groß ist. Dennoch versuchen Geldhäuser immer wieder, für einen jungen Kundenstamm attraktiv zu werden – so auch die Schweizer Großbank UBS. In der Universitätsstadt Winterthur im Kanton Zürich entwickelt UBS daher ein neues Marketing-Konzept: Ein sogenannter Pop-Up-Store soll den Millennials Vermögensaufbau und Kapitalanlage schmackhaft machen. Bei Pop-Up-Stores handelt es sich um zeitlich begrenzte, meist zentral gelegene Event-Locations, die besonders viel Aufmerksamkeit generieren sollen. UBS setzt mit dem Store in Winterthur auf Beratung und Vorträge, etwa in den Bereichen Online-Banking und Blockchain. Gleichzeitig sollen aber auch Yoga-Kurse und kulturelle Veranstaltungen angeboten werden. Ob das Pilotprojekt Erfolg haben wird, bleibt indes offen: Bisher sei der Pop-Up-Store als Experiment geplant, hieß es vonseiten der Großbank.

Dass sich immer mehr Banken in Richtung der jungen Zielgruppe orientieren, verwundert nicht: Viele Millennials sind in der Berufswelt angekommen, ihre Gehälter steigen. Gleichzeitig scheinen sich junge Menschen vergleichsweise wenig Gedanken über ihre finanzielle Zukunft zu machen. Vor allem in eine adäquate Altersvorsorge wird offenbar kaum investiert – das immerhin ergab eine Erhebung der Fondsgesellschaft Union Investment. Die finanzielle Absicherung im Alter ist für die 20- bis 35-Jährigen demnach von geringerer Bedeutung. Junge Menschen sparen laut der Studie zwar Geld an, nutzen dieses aber vor allem als finanzielle Rücklage oder als Basis der künftigen Vermögensbildung.

Rekordwert

Schon seit einiger Zeit wurde spekuliert, dass der Deutsche Aktienindex (DAX) die historische Marke von 13.000 Punkten durchbrechen könnte. Letzte Woche Mittwoch lag der Wert bereits bei 12.976 Punkten, sodass es nach Ansicht der Analysten nur noch eine Frage der Zeit war, ehe der DAX ein neues Rekordhoch erreicht. Am gestrigen Donnerstag war es schließlich soweit: Mit einem Sprung von 0,2 Prozent stieg der Index auf die Marke von 13.002 Punkten. Laut einigen Experten könnte zukünftig sogar ein Wert von 15.000 Punkten erreicht werden.

Beobachter machen vielfältige Gründe für diese Entwicklung aus: Zum einen wäre da das anhaltende globale Wirtschaftswachstum, das erst kürzlich durch konkrete Zahlen führender Industrienationen belegt wurde. Zum anderen spielte der Euro eine wichtige Rolle: Dieser verlor gegenüber dem US-Dollar etwas an Stärke, was wiederum dem Export in der Euro-Zone zugute kam. Entsprechend exportorientierte Firmen bedingten damit das DAX-Hoch.

Verlorene Schätze

Forscher des eidgenössischen Forschungsinstituts Eawag haben errechnet, wie viel Kilogramm Edelmetall jährlich durch Schweizer Abwasserkanäle gespült wird und damit unwiederbringlich verloren ist. Laut der Studie handelt es sich um 43 Kilogramm Gold und 3.000 Kilogramm Silber in einem Gesamtwert von 2,6 Millionen Euro.

Woher kommen die teuren Metalle und warum landen sie im Abwasser? Ein Großteil der erfassten Gold- und Silbermenge stammt nicht von Privathaushalten, sondern wird in Kleinstmengen von Industrie und Krankenhäusern in den Klärschlamm abgeleitet. Bis dato sind die Metalle nicht recyclebar: Es existiert kein Verfahren, dass das Schmutzwasser kostengünstig filtern könnte. Lediglich im Kanton Tessin gibt es Regionen, in denen sich eine Abschöpfung lohnen würde. Dort wurde eine besonders hohe Golddichte nachgewiesen, welche die Forscher mit der überdurchschnittlich großen Zahl an Goldraffinerien in der Gegend erklären.

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