Was geschieht, wenn die Zinsen steigen?

Unvorbereitete Banken

Weltweit fahren große Zentralbanken zurzeit eine Nullzins-Politik: In dieser Situation können weder Privatpersonen noch Kreditinstitute auf Zinserträge hoffen. Dass sich diese Ära nun dem Ende nähern könnte, deutete sich spätestens seit dem Intervenieren der US-Notenbank Fed an. Fed-Chefin Janet Yellen plant den Abbau einer billionenschweren Bilanz – und setzt damit für viele Beobachter die Segel Richtung Zinswende. Auch der britische Notenbankchef Mark Carney deutete kürzlich eine moderate Zinserhöhung an. Allein die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich aktuell noch bedeckt.

Chancen auf Veränderung scheinen nach Expertenmeinung also gegeben. Obwohl bisher noch fraglich ist, auf welches Niveau sich die Zinsen einpendeln könnten, dürfte eine solche Entwicklung den Finanzmarkt nicht kalt lassen. Dennoch scheinen Banken ungenügend auf eine kommende Zinswende vorbereitet zu sein – das immerhin ergab die Stresstest-Studie der EZB, die am Montag veröffentlicht wurde. Das Kundenverhalten könne sich bei einer Erhöhung des Leitzins stark verändern, wie EZB-Generaldirektor Korbinian Ibel anmerkte. Veränderte Marktbedingungen bedeuten laut EZB häufig auch Kundenabwanderungen. Einige Banken scheinen dieses Szenario bisher jedoch kaum in Betracht gezogen zu haben.

Internationale Zusammenarbeit

Seit Anfang dieses Jahres existiert in der Schweiz ein Programm zum weltweiten Austausch von Steuerinformationen – der Automatische Informationsaustausch, kurz AIA (Weiterlesen). Teil des AIA ist zugleich der sogenannte Common Reporting Standard (CRS). Der CRS legt fest, welcher Staat welche spezifische Finanzinformation erhält. Eines der Ziele ist dabei, internationale Geldwäsche und Terrorfinanzierung aufzudecken und zu verhindern.

In diesen Bereich fällt womöglich auch ein Geldtransfer, der kürzlich für internationales Aufsehen sorgte: Die in London ansässige Standard Chartered Bank überwies ganze 1,4 Milliarden US-Dollar von der kleinen britischen Insel Guernsey nach Singapur. Von dort führte die Spur weiter zu ehemaligen Militärs aus Indonesien. Finanzaufsichtsbehörden in Singapur und Jakarta gehen dem Fall nun nach: Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um Geldwäsche handelt.

Die Zukunft der Mobilität?

Zurzeit klettern die Kaufpreise für Grundstücke, Häuser und Wohnungen in vielen Städten der Welt in die Höhe. Grund ist die sogenannte Landflucht – das Auswandern aus der Peripherie hinein in die Metropolen. Wenn es immer mehr Menschen in die Städte zieht, wird das Leben dort naturgemäß teurer. Demgegenüber sinken die Preise für Immobilien und Baugrund auf dem Land.

Laut Expertenmeinung könnte sich in diesem Bereich aber eine Trendwende abzeichnen. Grund sind sogenannte Lufttaxis, autonome Kleinstflugzeuge, sie sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern durch die Luft bewegen. Noch Ende des Jahres 2017 sollen in Dubai erste Flugtaxis im Alltag getestet werden. Entwickelt werden die Maschinen von dem deutschen Unternehmen e-volo aus Karlsruhe. Sollten sich die Maschinen in Zukunft durchsetzen, so würden Stadt und Land mit einem Mal näher zusammenwachsen. Entsprechend dürften auch die Preise für Häuser und Grundstücke auf dem Land ansteigen.

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