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Eine Zeitenwende?

Gerne ohne Bargeld

Das Beratungsunternehmen Capgemini veröffentlichte gestern den sogenannten World Payments Report 2017 und stellte damit Daten zum weltweiten bargeldlosen Bezahlen bereit. Obwohl Scheine und Münzen ihren Platz als beliebtestes Zahlungsmittel behaupten konnten, scheint der Einkauf ohne Bargeld auf dem Vormarsch: Im Zeitraum von 2014 bis 2015 wurden 433 Milliarden Käufe bargeldlos getätigt. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von knapp 11 Prozent. In Deutschland lag das Wachstum dieser Zahlungsmethode bei immerhin fast 9 Prozent. Die Analyseergebnisse von Capgemini widersprechen damit der weitläufigen Meinung, in der Bundesrepublik herrsche hohe Skepsis gegenüber bargeldlosem Bezahlen.

Mit Blick auf Schwellenländer wie China oder Indien zeigt sich der rasante Anstieg noch deutlicher. Transaktionen ohne Bargeld stiegen hier um 21,6 Prozent pro Jahr. In China liegt dies vor allem an der großen Verbreitung von Mobile-Payment-Lösungen – also dem Bezahlen per Handy-App. In Indien kommt noch eine weitere Komponente hinzu: Seit November 2016 herrscht hier ein teilweises Bargeldverbot. Mit der Abschaffung der 500- und 1000-Rupien-Scheine verloren rund 86 Prozent des vorhandenen Bargeldes auf einen Schlag ihren Wert. Für die indische Wirtschaft hatte dies schwere Folgen: Vor allem die Arbeitslosigkeit stieg im Laufe des Jahres 2017 rapide an.

Die Unterschiede bleiben

Eine aktuelle Erhebung des Jobportals Stepstone befasste sich mit Einkommensunterschieden in Deutschland. Bei diesem sogenannten Gehaltsreport zeigte sich erneut ein deutliches Ost-West-Gefälle. So betrug in diesem Jahr das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt eines Angestellten in den Alten Bundesländern 57.500 Euro – in den Neuen Bundesländern wurden für die gleiche Qualifikation nur 42.385 Euro gezahlt. Am besten verdient man laut der Studie in Hessen und Bayern, während der Lohn für Arbeitnehmer in Sachsen und Thüringen am geringsten ist.

Auch das Statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich Zahlen zum Verdienst in Deutschland. Dabei ergibt sich ein ähnliches Bild wie im Stepstone-Bericht. Beide Studien lassen aber auch eine zweite Tendenz erkennen: Offenbar existiert beim Gehalt zugleich ein Nord-Süd-Gefälle. Die Unterschiede sind hier zwar weniger gravierend, aber dennoch deutlich erkennbar. Verdient man in Norddeutschland maximal 54.500 Euro brutto im Jahr, so sind es in Süddeutschland mindestens rund 60.000 Euro.

Lagerbildung?

An modernen Krypto-Währungen scheiden sich die Geister: Einige Staaten haben erst vor Kurzem angekündigt, die digitalen Blockchain-Währungen gesetzlich zu verbieten und den Handel völlig zu untersagen. Dazu zählen etwa China oder Südkorea. Andere Länder hingegen – allen voran Japan – sprechen sich bewusst für Bitcoin & Co. aus und planen sogar, die Infrastruktur für Cyber-Geld auszubauen (Weiterlesen). Auch die US-Großbank Goldman Sachs und der Internationale Währungsfonds (IWF) betonten vor einigen Tagen die Möglichkeiten und Chancen von Krypto-Währungen (Weiterlesen.

Es scheinen sich also in Bezug auf Cyber-Geld zwei Lager zu bilden, Gegner und Befürworter. Immer mehr Staaten beziehen bei dem Thema Position, so seit neuestem auch Russland. Schon vor einigen Wochen deutete sich an, dass Russland in Bezug auf Krypto-Währungen in Abwehrhaltung gehen könnte: Dies wurde nun offiziell bestätigt. Wie der stellvertretende Chef der Zentralbank der Russischen Föderation (Bank Rossii) mitteilte, sollen Krypto-Marktplätze in Russland nun systematisch geschlossen werden. Bitcoin & Co. als hochspekulative Anlage seien zu dubios und undurchsichtig, hieß es vonseiten der Bank Rossii.

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