Transparenz in Finanzfragen

Informationsaustausch

In der Schweiz existiert seit Januar 2017 der sogenannte AIA, der Automatische Informationsaustausch in Bezug auf Finanzinformationen. Bei diesem international gültigen Standard sollen Steuerdaten zwischen der Schweiz und anderen Ländern ausgetauscht werden, um möglicher Steuerhinterziehung vorzubeugen. So sind beispielsweise alle EU-Staaten in das Informationssystem eingebunden. Nach dem Willen des Schweizer Bundesrates soll die gegenseitige Datenübermittlung ab 2018 zudem auf insgesamt 41 weitere Länder ausgedehnt werden. Darunter würden auch Staaten wie China und Russland oder das Königreich Saudi-Arabien fallen.

Diese Länder scheinen der Schweiz bei der Einführung des AIA aber weniger Probleme zu bereiten als das beschauliche Neuseeland. Dort leben nämlich etwa 7.000 Schweizer, die neben Rentenzahlungen aus ihrer Heimat auch vom neuseeländischen Staat eine Rente erhalten. In dem Moment aber, in dem die Behörden in Neuseeland durch das AIA-System von den zusätzlichen Rentenbeträgen erführen, würden sie diese von der inländischen Rente abziehen. Den Schweizern in Neuseeland würde also ein hoher Betrag entgehen. Entsprechend protestierte die Auslandschweizer-Organisation gegen die geplante AIA-Erweiterung.

Ein großes Risiko

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, äußerte sich kürzlich zum Thema Korruption. Laut Lagarde stellt die internationale Korruption, etwa in Form von Bestechung, ein erhebliches Zukunftsrisiko dar. Langfristig könne Korruption die Weltwirtschaft nachhaltig schwächen, so Lagarde. Beispielsweise, indem Steuergeld veruntreut oder in zweifelhafte Bauvorhaben investiert wird. Aktuell beläuft sich der finanzielle Schaden durch diese Art der Kriminalität laut IWF auf ganze zwei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung – dies entspricht ca. zwei Billionen US-Dollar. Die gravierendsten Schäden richtet Korruption nach Einschätzung des IWF in den südlichen Staaten Afrikas an.

Im Großen wie im Kleinen kann Korruption also erhebliche Krisen verursachen – in Bezug auf ganze Länder einerseits, andererseits aber auch mit Blick auf Unternehmen. Eben diesem Problem sieht sich aktuell auch der US-amerikanische Taxi-Konkurrent Uber gegenüber. Der Firma wird vorgeworfen, in die Bestechung ausländischer Regierungen verwickelt zu sein. Das US-Justizministerium hat die Ermittlungen inzwischen aufgenommen. Neben einigen weiteren Skandalen ist der Korruptionsvorwurf damit ein neues Problem, dem sich Ubers künftiger CEO Dara Khosrowshahi stellen muss.

Teure Steine

Der zweitgrößte Rohdiamant der Welt, der Lesedi La Rona, sollte letztes Jahr versteigert werden. Das Edelstein-Unternehmen Lucara Diamond bot das Juwel im Jahr 2016 für 80 Millionen US-Dollar an. Allerdings fand sich im traditionsreichen Londoner Auktionshaus Sotheby's damals kein Käufer, der den stolzen Preis bezahlen wollte.

Bei der diesjährigen Auktion wurde der Startpreis deutlich gesenkt, sodass schließlich ein Interessent zuschlug: Ein Unternehmen aus Großbritannien kaufte den Stein für 53 Millionen US-Dollar. Dieser Kaufpreis für einen Diamanten wurde bisher nur einmal in der Geschichte übertroffen: 2016 wurde der Constellation Diamond für mehr als 63 Millionen US-Dollar verkauft.

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