Deutschland bleibt wettbewerbsfähig

Innovation und Flexibilität

Das World Economic Forum (WEF) aus Cologny in der Schweiz veröffentlicht regelmäßig den sogenannten Global Competitiveness Report, welcher die Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Länder vergleicht. Laut dem Bericht für die Jahre 2017 und 2018 kann sich die Schweiz erneut auf Platz 1 behaupten. Es folgen die USA, Singapur, die Niederlande und Deutschland. Wie auch schon im letzten Global Competitiveness Report belegt die Bundesrepublik damit Platz 5 im weltweiten Ranking.

Das WEF dokumentiert aber nicht nur die wirtschaftliche Stärke eines Landes, sondern gibt auch Empfehlungen für die zukünftige globale Wettbewerbsfähigkeit. Flexible Arbeitsmärkte seien dabei ebenso wichtig wie die Bewahrung der Arbeitnehmerrechte. Auch hohe Innovationsfähigkeit sollte laut dem WEF groß geschrieben werden: Der Staat müsse in neue Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen investieren und diese finanziell fördern. Ein solcher Schritt sei nicht zuletzt mit Blick auf die Digitalisierung in immer mehr Feldern des Arbeitsmarktes essentiell.

Mehr Konkurrenz und Transparenz

Bisher hatten Banken ein Monopol auf die Daten ihrer Kunden und mussten diese in der Branche begehrten Informationen nicht an Mitbewerber weitergeben. Einem sochen Vorgehen will die EU nun mit einer neuen Richtlinie entgegenwirken: Bereits im Sommer verabschiedete Brüssel die sogenannte PSD2-Richtlinie, welche Banken in bestimmten Fällen dazu zwingt, Kundendaten an Drittanbieter weiterzuleiten. Voraussetzung dafür soll das Einverständnis des betroffenen Kunden sein. Die Europäische Union erhofft sich von dem Schritt eine Reform des Zahlungsverkehrs im Euro-Raum, sowie mehr Sicherheit und einen größeren Wettbewerb.

Nun wird die neue Norm in den einzelnen EU-Ländern nach und nach eingeführt. Bereits letzte Woche hatte der Luxemburger Regierungsrat für die nationale Ausführung der PSD2-Richtlinie gestimmt. Zu Beginn des Jahres 2018 soll die EU-Anordnung im bundesdeutschen Recht verankert werden. Doch auch in der Schweiz als einem Nicht-EU-Land erwartet man durch die neue Richtlinie Verschiebungen und Umbrüche im Finanzsektor.

Das Vermögen steigt (weiter)

Erneut wurde in einem Global Wealth Report das weltweite Vermögen errechnet. Diesmal gab ein deutscher Versicherer die Studie in Auftrag. Auch bei dieser Erhebung zeigte sich, dass der globale Brutto-Geldbesitz 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist – um mehr als 7 Prozent. Das Gesamtvermögen der Weltbevölkerung beläuft sich nun auf 169,2 Billionen Euro. Zuwächse wurden vor allem durch renditestarken Wertpapierhandel und diszipliniertes Sparen erreicht.

Vor allem die Deutschen lassen ihr Geld offenbar gerne auf dem Bankkonto ruhen: Nur ein Viertel der Bundesbürger investierte laut der Studie in Wertpapiere. Europaweit traf dies immerhin auf die Hälfte der Bevölkerung zu. US-Amerikaner sind demgegenüber traditionell anlagefreudiger: Drei Viertel der Nordamerikaner betätigte sich demnach im Wertpapierhandel.

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