US-Notenbank reduziert Portfolio

Abbau von Staatsanleihen

Im Jahr 2008 begann die Federal Reserve, die US-amerikanische Notenbank, das sogenannte Quantitative Easing-Programm: Dabei wurden Staatsanleihen und Hypothekenanleihen in Milliardenhöhe gekauft, um die Folgen der damaligen Finanzkrise abzumildern. Die Märkte sollten mit Kapital versorgt und die Wirtschaft am Laufen gehalten werden.

Gestern nun gab Notenbankchefin Janet Yellen bekannt, dass das Anleihe-Kaufprogramm im Oktober diesen Jahres auslaufen soll und die Fed mit dem Abbau ihres Portfolios beginnen will. Dieses ist inzwischen auf eine Summe von 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Zunächst soll eine Reduktion um 10 Milliarden Dollar erfolgen – diese wird dann in den kommenden Monaten auf 50 Milliarden Dollar erhöht. Ab 2019 plant die Fed schließlich, ihr Portfolio um jährlich rund 600 Milliarden Dollar zu verringern. Schon im Juni 2017 hatte Yellen den künftigen Fahrplan der Fed skizziert, jedoch ohne ein konkretes Datum zu nennen.

Der Leitzins in den USA soll demgegenüber vorläufig bei einem Wert zwischen 1 Prozent und 1,25 Prozent bleiben. Mittelfristig allerdings planen die US-Währungshüter einen Zins von etwa 3 Prozent. Ökonomen sind sich indes uneins, ob dieses Ziel bei der aktuellen konjunkturellen Lage der Vereinigten Staaten erreicht werden kann.

EZB wartet ab

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht vor ähnlichen Schritten wie die Fed, scheut aber noch die tatsächliche Umsetzung. Auch die EZB kaufte Staatsanleihen, um das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone anzukurbeln. Im Jahr 2016 setzte man zudem den Leitzins auf Null Prozent. Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, erklärte erst diesen Monat, dass der Nullzins vorerst bestehen bleiben soll. Bei der gestrigen EZB-Erklärung glaubten daher nur wenige Experten an eine plötzliche Kehrtwende.

Draghi, so zeigte sich, kam weder auf einen möglichen Anleihe-Abbau, noch auf die aktuell lockere Geldpolitik zu sprechen. Vielmehr plane die EZB, einen neuen Referenzzinssatz einzuführen, der den bisher bestehenden LIBOR ablösen wird. Diese Maßnahme soll der Manipulation von Zinssätzen vorbeugen. Außerdem wird ab 2020 ein unbesicherter Übernachtzinssatz eingeführt.

Ein Weltkonzern als Lebenswerk

Auf der Liste der vermögendsten Menschen galt sie lange Zeit als reichste Frau der Welt: Liliane Bettencourt. Gestern ist die französische Unternehmerin im Alter von 94 Jahren in der Nähe von Paris verstorben. Bettencourts Vater, Eugène Schueller, gründete 1909 den heute international agierenden Kosmetik-Konzern L'Oréal. Nach dem Tod des Vaters 1957 übernahm Bettencourt die Führung der Firma und beeinflusste die Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich. Ihr Vermögen schätzte das Forbes-Magazin kürzlich auf ca. 39,5 Milliarden US-Dollar – was rund 33 Milliarden Euro entspricht.

Bis 2011 saß Bettencourt im L'Oréal-Aufsichtsrat, zog sich dann aber ins Private zurück. Aktuell wird der Konzern von dem französischen Manager Jean-Paul Agon geführt.

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