Renten-Experimente

Was bleibt am Ende des Erwerbslebens?

Die meisten Experten sind überzeugt: In naher Zukunft wird das aktuelle Rentensystem für die meisten Menschen nicht mehr zum leben reichen. Mit welchen Rentenbeträgen die heutigen Erwerbstätigen konkret rechnen müssen, zeigt eine neue Studie. Diese kalkulierte die monatliche Rente für eine im Jahr 1980 geborene Arbeitnehmerin unter Berücksichtigung verschiedener Parameter. Eine kinderlose Frau etwa, die mit 67 Jahren in den Ruhestand geht und dabei nie arbeitslos war, kann mit einer Rente von 393 Euro rechnen. Hätte die selbe Frau zwei Kinder und wäre in ihrer Karriere zwei Jahre arbeitslos gewesen, so erhielte sie eine Rente von 541 Euro.

Das Rentenproblem wird in den nächsten Jahrzehnten also akut, dennoch ist das Thema im jetzigen Bundestagswahlkampf eher unbeliebt. Hin und wieder melden sich die Parteien aber doch zu Wort. Ein Bundestagsabgeordneter der Linken etwa forderte eine Beteiligung der Politiker an der gesetzlichen Rentenversicherung. Zurzeit zahlen Bundeskanzler, Bundespräsidenten, Minister und Abgeordnete nicht in die Rentenkasse ein. Als Zeichen des sozialen Zusammenhalts sollen dies nach dem Willen der Links-Partei zukünftig auch die politischen Eliten tun.

Die Union hingegen plant für die nächsten Jahre keine Reform des Rentensystems. Kanzleramtschef Peter Altmaier allerdings präsentierte kürzlich ein Konzept, das mehr Transparenz beim Thema Rente bringen soll. Er sieht vor, ein digitales Informationsportal einzurichten, auf dem sich Bürger über ihre Rentenbezüge informieren können. Auch verschiedene Anträge sollen über die Plattform online erledigt werden können.

Wie viel Vermögen liegt im Ausland?

Globale Unternehmen ebenso wie vermögende Privatpersonen tendieren dazu, einen Teil ihres Geldes im Ausland verwalten zu lassen. Ein immer wieder genannter Grund hierfür sind steuerliche Vorteile. Mit Blick auf große Konzerne sind die Zahlen in der Regel bekannt: Der Tech-Riese Apple beispielsweise lagert etwa 215 Milliarden Dollar im Ausland. Apples Europa-Zentrale befindet sich in Irland, wo die Firma wenig Steuern zahlen muss. Microsoft hortet rund 109 Milliarden Dollar auf ausländischen Konten, bei Google sind es immerhin noch 48 Milliarden.

Bei wohlhabenden Einzelpersonen war es bisher allerdings nicht so einfach, die genauen Vermögenswerte im Ausland festzustellen. Auf Grundlage von Daten der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) konnte nun aber ein Forschungsteam des National Bureau of Economic Research aus Cambridge erstmals valide Informationen zu diesen Vermögenswerten liefern. Untersucht wurden die reichsten 0,1 Prozent der Bevölkerung des jeweiligen Landes. Dabei zeigte sich, dass vor allem vermögende Russen ihr Geld gerne offshore speichern: Bis zu 50 Prozent des Besitzes wird hier ausgelagert. Auf den folgenden Plätzen befinden sich wohlhabende Franzosen, Spanier und Briten. Sie lassen 30 Prozent bis 40 Prozent ihres Besitzes im Ausland verwalten.

Gerechtere Bezahlung

Es ist bekannt, dass Frauen häufig weniger Geld verdienen als Männer, obwohl sie die gleiche Arbeit leisten. Diese sogenannte Gender Pay Gap (Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern) ist bis auf wenige Ausnahmen in allen Branchen zu finden. Im Durchschnitt erhalten Frauen 21 Prozent weniger Bruttogehalt als ihre männlichen Kollegen. Bei Freiberuflern beträgt der Wert sogar 31 Prozent. Am geringsten ist der Verdienstabstand im öffentlichen Dienst: Hier liegt er bei 9 Prozent.

Laut den neuesten Hochrechnungen dürfte es noch 170 Jahre dauern, ehe die Gender Pay Gap geschlossen ist. Ein britisches Start-Up versucht die Lohnunterschiede nun aber schneller zu beseitigen – mit Hilfe spezieller Software für Unternehmen. Das Start-Up aus Bristol hat ein Programm entwickelt, welches die firmeninternen Daten von Mitarbeitern untersucht. Anschließend gibt es Empfehlungen für eine gerechtere Entlohnung von Männern und Frauen. Inzwischen nutzen bereits 70 Unternehmen in England den Service.

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