Chancen und Risiken des Immobilienmarktes

Kaufen oder bauen?

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat in einer neuen Studie die aktuellen Kaufpreise von Immobilien in ganz Deutschland analysiert. Dabei wurden Prognosen aufgestellt, wie hoch die Wertsteigerung der Häuser in den einzelnen Regionen zukünftig ausfallen wird. Immobilien in München beispielsweise sollen bis ins Jahr 2030 stark an Wert gewinnen – doch auch im Münchner Umland sowie in den Städten Ebersberg oder Freising zeichnen sich laut HWWI ähnliche Entwicklungen ab. Wer in diesen Gegenden investieren will, sieht sich aber schon jetzt überdurchschnittlich hohen Quadratmeterpreisen gegenüber. Durch die Untersuchungsergebnisse zeigte sich aber auch, dass es in der Bundesrepublik weiterhin Regionen mit günstigen Immobilien gibt: Diese könnten nach Meinung der Experten in näherer Zukunft beachtliche Renditen erzielt. Vor allem kleine Städte und Ortschaften in Niedersachsen und Bayern scheinen dieses Potential zu haben, wenn man dem Forschungsbericht glauben schenken will.

Wer sich nicht dazu entschließt, eine gebrauchte Immobilie zu kaufen, sondern selbst ein Eigenheim bauen möchte, muss sich indes anderen Problemen stellen: Häufig gestalten sich die Bauvorhaben teurer als ursprünglich geplant. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage unter mehr als 1000 Bundesbürgern, die in den letzten fünf Jahren zu Bauherren wurden oder einen Hausbau in nächster Zeit planen. Drei Viertel der Befragten gab an, die Kosten des Bauvorhabens unterschätzt zu haben. Zum Teil war die Endrechung zwischen 10 Prozent und 30 Prozent höher als zuvor kalkuliert. Auch wurde die Hälfte aller Häuser mit Verzögerung fertiggestellt. Jeder vierte Eigentümer musste ein Vierteljahr länger auf den Einzug warten.

Neue Zahlen zum Arbeitsmarkt

Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Gehälter im zweiten Quartal 2017 gestiegen sind. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterten die Bruttogehälter um 2,9 Prozent nach oben. Aus Sicht des Angestellten positiv, bedeutet diese Entwicklung hingegen für Arbeitgeber gestiegene Kosten: Zusammen mit den Lohnnebenkosten – diese lagen 0,3 Prozent über dem Wert von 2016 – lässt sich daraus eine Arbeitskostensteigerung von 2,3 Prozent errechnen. Zum Vergleich: Das Jahr 2016 wies eine Gesamtsteigerung der Arbeitskosten von 2,8 Prozent auf. Mit dieser Vierteljahresbilanz liegt Deutschland zudem über dem EU-Durchschnitt von 1,7 Prozent.

Der prozentuale Zuwachs beim Einkommen des Angestellten wird zudem schnell relativiert, wenn dieser überdurchschnittlich lange in der Woche arbeitet – was einer weiteren Erhebung des Statistischen Bundesamtes zufolge vor allem auf ältere Angestellte zutrifft. Ganze 11 Prozent der Deutschen arbeiten 48 Stunden oder mehr in der Woche. Bei den 45- bis 64-Jährigen sind es sogar 14 Prozent. Jüngere Arbeitnehmer zwischen 25 und 34 Jahren werden im Beruf offenbar zeitlich weniger stark belastet: Lediglich 8 Prozent dieser Altersgruppe arbeitet wöchentlich 48 Stunden oder mehr. Besonders eingespannt sind laut der Erhebung Selbständige in Deutschland: Mehr als die Hälfte der Selbständigen hat eine 48-Stunden-Woche.

Wie sicher ist Datensicherheit?

Wir leben in Zeiten, in denen online immer mehr Transaktionen in unterschiedlichsten Bereichen durchgeführt werden. Hier erhalten personenbezogene Daten einen großen Wert. Vor allem im Finanzsektor ist man stark darauf bedacht, sensible Daten zu schützen. Dennoch werden auch hier immer wieder Firmen Opfer von Hacker-Angriffen. So geschehen in den USA, wo kürzlich ein Finanzdienstleister ausgespäht wurde. Dem Unternehmen, das sich aufgerechnet auf Datensicherheit spezialisiert hat, kam Kundeninformationen von schätzungsweise 143 Millionen Personen abhanden. Die Hacker erbeuteten unter anderem Namen und Adressen, Geburtsdaten, Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern. Schon im Jahr 2013 hatte ein ähnlicher Vorfall beim selben Finanzunternehmen für Aufsehen gesorgt: Damals waren persönliche Informationen verschiedener US-Prominenter entwendet worden.

Die Menschen sind also sehr um bestimmte Personendaten besorgt, gehen mit anderen aber freimütiger um. Auf die Spitze trieb diesen Gegensatz nun ein Laden, der diese Woche in London eröffnete: Im The Data Dollar Store können Kunden exklusiv designte Artikel eines Street-Art-Künstlers erstehen, ohne dafür mit Geld zu bezahlen. Stattdessen müssen sie persönliche Daten auf ihrem Smartphone preisgeben, um T-Shirts, Tassen und Poster zu ergattern. Für eine Kaffeetasse etwa verlangte der Store drei private Photos bzw. SMS-Nachrichten. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Werbekampagne eines Softwareherstellers für Internet-Sicherheitsprogramme. Der Laden in London, welcher nur zeitlich begrenzt existiert, soll das Bewusstsein für Privatsphäre im Netz schärfen.

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