Die Welt der Zusatzgebühren

Nur wenige kostenlose Girokonten

Die Stiftung Warentest hat in ihrer neuesten Untersuchung 231 verschiedene Girokonten von über hundert Banken analysiert. Dabei zeigte sich, dass nur 23 Girokontomodelle völlig kostenlos sind. Laut Experten ist die Zahl der Gratis-Konten in den letzten Jahren aber stabil auf diesem Niveau geblieben. Dennoch generieren Kreditinstitute in Zeiten des Nullzins zunehmend undurchsichtige Gebührenmodelle für bestimmte Dienstleistungen im Girokonto-Bereich: Kunden haben es dadurch schwerer, einen Überblick über die Angebote zu gewinnen. So sind, laut Stiftung Warentest, bei einige Girokonten nur die Online-Anwendungen kostenlos, während man für Überweisungen am Schalter bezahlen muss.

Die Stiftung Warentest plädiert daher für mehr Transparenz: Kunden muss es leicht möglich sein, etwaige Gebühren zu erkennen und Angebote zu vergleichen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Banken ihre Dienstleistungen nicht neu bepreisen dürfen. Die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zwingt sie dazu, anfallende Negativzinsen zu kompensieren. Dass ein Teil davon wieder auf den Kunden zurückfällt, halten die Experten für logisch und nachvollziehbar. Die Zusatzgebühren sollten aber nicht versteckt, sondern offen kommuniziert werden.

Neue Erkenntnisse

Ein renommierter Ökonom aus Bonn hat in einem ehrgeizigen Projekt die Renditen relevanter Kapitalanlagen der letzten knapp 200 Jahre analysiert. Der Forscher verglich Daten, die vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen. Insgesamt betrachtete er 16 verschiedene Länder. Dabei zeigte sich, dass die Renditen von Anleihen in den Weltkriegsperioden ebenso wie in den siebziger und achtziger Jahren stark in den Minusbereich abfielen. Außerdem gab es in dieser Zeit hohe Negativzinsen. Die hohen Renditen der späten achtziger und frühen neunziger Jahre stellen somit – historisch betrachtet – eher eine Ausnahme dar. Die durchschnittliche Rendite für Anleihen beträgt 2,5 Prozent, im Bereich des Geldmarktes sind es lediglich 1 Prozent.

Außerdem wurde deutlich, dass vermeintlich risikoreiche Anlagen wie Immobilien oder Aktien auf lange Sicht profitabler sind als z.B. Zinsanlagen, welche als recht sicher gelten. Immobilien und Aktien brachten eine reale Rendite von 8 Prozent bzw. 7 Prozent. Einige Experten sehen darin die Annahme bestätigt, dass eine breite Kapitalstreuung in risikoreiche und risikoarme Anlagen zielführend sei – insofern man mit Weitblick investierte.

Komfortabel, aber anfällig

Neben Bitcoin ist Ethereum eine der größten und bekanntesten Krypto-Währungen. Bisher existiert sie nur digital und wird auf entsprechenden Plattformen gehandelt. Ein Automatenhersteller hat nun aber damit begonnen, reale Anlaufstellen für den Krypto-Kauf zu installieren: In mehreren großen Städten Kanadas, unter anderem Toronto, wurden Ethereum-Automaten aufgestellt, mit denen Nutzer unkompliziert kleinere Ethereum-Beträge kaufen oder verkaufen können. Einen ähnlichen Schritt in die reale Welt hatte zuvor auch die dominanteste Cyber-Währung Bitcoin unternommen. Vor allem in asiatischen Ländern sind die Automaten inzwischen sehr beliebt.

Der Markt für Krypto-Währung ist aber nicht nur für Investoren attraktiv, sondern auch für Kriminelle. Da ein Großteil des Handels digital auf Online-Marktplätzen abläuft, werden diese Betriebe immer wieder Opfer von Hacker-Attacken. So kürzlich geschehen bei der Plattform Enigma.co, wo Ethereum im Wert von 450.000 US-Dollar gestohlen wurde. Die Hacker hatten sich als der Betreiber Enigma.co ausgegeben und so per Mail Nutzer in die Irre geführt.

Weiterlesen:


Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr stehen wir Ihnen persönlich und diskret zur Verfügung.
Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail, unter .
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.