Wie zahlen wir in Zukunft?

Bargeldlos? Nicht in Deutschland

Die Deutschen hängen – im Gegensatz zu den Bürgern vieler anderer Staaten – sehr an ihrem Bargeld. In den meisten Läden und Geschäften der Bundesrepublik wird weiterhin mit Scheinen und Münzen bezahlt. Weniger als ein Viertel aller Käufe im Einzelhandel werden hierzulande mit Kredit- oder EC-Karte getätigt. Vor allem jüngere Menschen scheinen aber immer mehr zum bargeldlosen Zahlen zu tendieren, auch bei kleineren Beträgen. Neben der Girokarte wird bei größeren Anschaffungen vor allem das Lastschriftverfahren als bargeldlose Alternative genutzt.

Im Rest der Welt immer beliebter, in Deutschland aber bisher kaum verbreitet, ist das digitale Bezahlen per Smartphone-App. Mehrere Anbieter für diese Art des Payments tummeln sich auf dem Markt, doch bisher konnte sich keiner auf bundesdeutschen Handys durchsetzen. Als erfolgversprechendster Anbieter ist Apple mit Apple Pay noch nicht in Deutschland verfügbar. Vor allem Banken und Gewerbe würden sehr vom digitalen Bezahlen profitieren: Alle Transaktionen der Verbraucher könnten aufgezeichnet und ausgewertet, Werbung zielgenauer geschaltet werden. Auch Banken würde das Ende des Bargeldes entlasten: Der Transport und die Verifizierung von Scheinen und Münzen verursacht hohe Kosten.

Gut möglich, dass ein potentieller Wandel hin zur bargeldlosen Gesellschaft gar nicht von den Deutschen ausgeht – einige dürfte der Gedanke an ein völlig transparentes Konsumverhalten abschrecken. Dennoch wird in Deutschlands Großstädten immer mehr Infrastruktur für Mobile Payment aufgebaut. Das liegt vornehmlich an den vielen chinesischen Touristen, die Deutschland besuchen und selbstverständlich erwarten, mit ihrem Smartphone bezahlen zu können. Denn in China ist das Bezahlen per Handy schon seit einigen Jahren in der breiten Bevölkerung angekommen. Dort werden auch Kleinstbeträge online bezahlt. Zurzeit teilen sich zwei Anbieter den Markt: Der Versandhändler Alibaba bietet die Alipay-App, während Tencent ein Bezahlsystem in seine App WeChat integriert hat.

Der Preis steigt weiter

Als das Bitcoin-Bezahlsystem im Jahre 2008 eingeführt wurde, hätte wohl niemand geglaubt, mit welchen Preisen heute ein Bitcoin gehandelt wird. Die Krypto-Währung ist zu einem beliebten Spekulationsobjekt geworden und damit viel mehr als eine simple Alternative zum klassischen Bankgeschäft. Wer im Jahr 2010 – bei der ersten Wertsteigerung des Bitcoin – investiert hätte, besäße heute ein kleines Vermögen. Damals kostete ein Bitcoin etwa acht US-Cent, heute kletterte der Wert auf ein neues Rekordniveau von über 4.000 Dollar.

Da der Bitcoin-Markt aber kaum reguliert wird – anders als bei Gold oder Silber – kommt es häufiger zu Manipulationen. Ein unbekannter Trader mit überdurchschnittlich großen Bitcoin-Reserven sorge in der letzten Zeit immer wieder für Aufsehen. Mit Hilfe des sogenannten Spoofings ließ er die Kurse steigen oder fallen, ohne dabei selbst zu handeln. Beim Spoofing werden sehr hohe Bitcoin-Beträge zum An- oder Verkauf angeboten, um so einen baldigen Kursanstieg oder -abfall anzudeuten. Der aktuelle Manipulator arbeitet mit Summen von ca. 60 Millionen US-Dollar. Unbedarfte Trader werden dadurch verleitet, zu kaufen bzw. zu verkaufen. Der Spoofer zieht nun sein Angebot zurück und hat so den Kurs signifikant verändert, ganz ohne aktiven Handel. Es ist also ein Bluff mit großen Geldbeträgen. Auch der hohe Bitcoin-Preis könnte – so glauben Branchenbeobachter – zumindest teilweise durch diese Manipulationen verursacht worden sein.

Zwischen Notstand und Luxus

Es wird in Deutschland immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden. Der Immobilienverband IVD forderte daher nun vom Bundeskanzleramt einen sogenannten Immobilien-Gipfel. Laut IVD-Präsident Jürgen Michael Schick sei es erforderlich, den Wohnungsnotstand koordiniert anzugehen. Zu dem Gipfel sollten daher der Deutsche Mieterbund, Vertreter aus der Immobilienwirtschaft und Branchen-Experten geladen werden. Um den Markt zu entlasten müssten im Jahr 400.000 neue Wohnungen gebaut werden, so der IVD-Präsident. Ob das Kanzleramt auf diese Forderungen eingehen wird, ist bisher ungeklärt.

Wohlhabende Privatpersonen allerdings, die über das nötige Kleingeld verfügen, tangieren derartige Wohnungsprobleme nicht. Sie scheuen auch keine Investitionen in sehr teure Immobilien. Ein neues Ranking zeigte nun die 25 hochpreisigsten Häuser der USA. Im untersten Bereich der Preisskala werden hier Villen für 80 Millionen US-Dollar gelistet. Auf den fordersten drei Plätzen liegen Immobilien mit einem Kaufpreis zwischen 200 Millionen und 350 Millionen US-Dollar.

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